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Community London

Aus Maddraxikon
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Die Community London ist die in Landán ansässige Community und war Mitglied der Allianz gegen die Daa'muren. Sie war die letzte Festung der Bunker-Überlebenden der englischen Hauptstadt und lag direkt unter den Houses of Parliament. Hierhin rettete sich auch die britische Königsfamilie und übernahm die Führung.

Beschreibung

Eingangsbereich

Die Houses of Parliament, Zentrum der Londoner Community
Das Eingangstor war 5 m hoch und 6 m breit. Es befand sich am ehemaligen Haupteingang der Houses of Parliament. Es konnte nur durch eine Stimmkontrolle geöffnet werden. Eine Plexiglasröhre führt dahinter 200 m ins Zentrum der Ruinen. In diesem Schlauch wurden Fahrzeuge beim Einfahren gründlich gereinigt.

Hinter der Röhre lag in einem septischen Kuppelraum von 80 m Durchmesser der Fuhrpark der Community. Er bot Platz für 20 EWATs. Hier befanden sich 20 Teleskoptunnel mit je einer Schleuse, durch die die Technos ohne Schutzanzug zu einem von 20 Lastaufzügen gelangen konnten, die direkt in den Bunker fuhren. Hier wurden Kolks als Späher abgerichtet und mit MT-Kristallen ausgestattet.

Durch eine andere Schleuse des Fuhrparks gelangte man in einen oberirdischen aseptischen Bereich, einen Kuppelraum von 300 m Durchmesser. Dieses direkt in den Ruinen der alten Westminster Hall befindliche Septische externe Foyer (SEF) war ein durch Schleusen abgetrennter Bereich, wo sich Personen aufhalten konnten, die Krankheitskeime trugen oder in Quarantäne waren. (MX 018)

Diese Schleuse konnte man nur durch einen persönlichen ID-Code öffnen. Außerdem hatte man sich beim Schleusenbutler Ivanhoe anzumelden, der jede ankommende Person oder Fahrzeug überprüfte. (HC 008)

Es gab einen Geheimgang, der in einem Sockel der Westminster Bridge endete und durch ein einfaches Zahlenschloss gesichert war. Der Code lautete: 08022012. (MX 250)

Gesamtanlage

Insgesamt war der Bunker in vier Segmente aufgeteilt:

  • Wohnsegment
  • Laboratorien (Genetik, Biotechnik, Technik allgemein)
  • Produktion (Kleidung, Lebensmittel, Gewächshäuser etc.)
  • Regierungszentrum (Verwaltung, Organisation und militärischer Bereich)

Der Festsaal im Regierungszentrum wurde nur für ganz besondere Anlässe genutzt und fasste mehrere hundert Menschen. (MX 150)

Im Pumpwerk, das 3 Kilometer in der Tiefe lag, wurde geklärtes Themsewasser auf 75° erhitzt und in die Community geleitet. So wurden 80% des Energiebedarfes abgedeckt. Das Trinkwasser wurde eine Etage höher im Wasserwerk destilliert und mit Mineralien und Vitaminen aufbereitet. In den Räumen des Pumpwerks wurden Meisterschaften im Boxen und Fechten ausgetragen. Sie Kampfsportarten waren eher verpönt, wurden aber geduldet, da sie auch als Training angesehen wurden. (HC 008)

Alle Räume waren bogenförmig gewölbt und mit Titanglas verkleidet, nirgendwo gab es Ecken. Auf den Wänden sah man lebensfrohe und sehr realitätsnahe Projektionen von Naturidyllen der Erde vor der Kometenkatastrophe. In den Außenwänden war Maschendraht verbaut, der einen Faradayschen Käfig bildete, so dass der Bunker gegen einen EMP geschützt war. (MX 153) Maximal 590 Menschen konnten in der Community leben.

Im September 2521 wurde eine Kuppel aus Titanglas über dem Bunker errichtet von etwa 300 bis 400 Meter Durchmesser und einer Höhe von sechzig bis achtzig Meter zum Schutz vor atomaren Fallout. Sie konnte jedoch nicht vollständig gebaut werden, bis es zur Atombombenkatastrophe kam. Im August 2525 wurde sie von dem Demokraten im Kampf gegen die Taratzen durch die Selbstzerstörung eines EWATs wieder zerstört. (MX 250)

Gesellschaft

Politik

Die Community wurde vom König an der Spitze und dem Octaviat als Ratsversammlung gemeinsam geführt, wobei der König das Recht der letzten Entscheidung hatte.

Die bisher bekannten Träger der Königskrone waren:

...

...

Hier ist unseren Autoren ein kleiner Rechenfehler unterlaufen: Unser jetziger Prinz Charles würde bei seiner Thronbesteigung Charles III. heißen, folglich wäre auch der spätere König Charles Charles IV.

Gesetze und Anordnungen

  • Die letztendlich Entscheidung, ob ein Bunkerbewohner den Bunker betreten durfte, hatte immer das ranghöchste Regierungsmitglied im Bunker - so konnte sogar der König ausgeschlossen werden. (MX 018)
  • Jedes Regierungsmitglied und hochgestellte Offiziere besaßen einen zusätzlichen Individualcode für die Eingangsschleuse, der für Notfälle vorgesehen war und nur einmal benuzt werden konnte. Es war jedoch, solange sich mindestens zwei beschlussfähige Regierungsmitglieder im Bunker befanden, bei Strafe verboten, den Eingang eigenmächtig zu öffnen. Diese Anordnung und die Anschaffung der Individualcodes wurde im Jahr 2336 eingeführt, als in der Community Birmingham ein Notfall eintrat. (MX 018)
  • Die Regeln zur Fortpflanzung waren überaus streng, um Inzucht und Überbevölkerung zu vermeiden: jede Person war in Gruppen zwischen 1 bis 5 eingeteilt: Einser und Zweier durften schrankenlosen Geschlechtsverkehr haben, Dreier nur mit Genehmigung. Vierer durften nur die Produktion von Embryonen unterstützen und Fünfer wurden schon im Kindesalter sterilisiert. Über die Einhaltung dieser Regeln wachte der Octavian für Soziales und Fortpflanzung.(MX 018)

Kultur

Die Londoner Technos liebten Farbenfrohes und Naturidyllen, die sie im ganzen Bunker auf den Wänden projizierten. Sie kleideten sich gerne in weite, helle Kleider aus Leinen. Da sie fast alle bis zur Entdeckung des Immunserums kahl waren, trugen sie gerne Perücken in den unmöglichsten Farben und Frisuren. (MX 017)

Hochgestellte Persönlichkeiten bekamen einen E-Butler zur Seite gestellt.

Geschichte

Vor der Kometenkatastrophe

Nachdem bekannt wurde, dass Christopher-Floyd auf die Erde stürzen würde, begann die Regierung heimlich fieberhaft mit dem Ausbau eines Bunkers unter den Houses of Parliament. Dieser Bunker, der jetzt die Community London darstellt, war schon einen Monat vor der Kometenkatastrophe voll besetzt, vor allem mit der Königsfamilie, Politikern, bekannten Persönlichkeiten und einigen Presseleuten. Ende Januar 2012 kam es zu heftigen Kämpfen zwischen den Motorradgangs, rebellierenden Armeeeinheiten und den regulären Truppen. Der Sperriegel konnte jedoch nicht durchbrochen werden. Die Aufständischen wurden schließlich durch Luftangriffe der Air Force vertrieben. Dabei kamen schätzungsweise 14.0000 Menschen ums Leben. 2180 Menschen hatten es in den Bunker geschafft. (HC 008)

Nach der Kometenkatastrophe

Nach dem Kometenabsturz kam es zu schweren Konflikten. General Yoshiro wollte die Macht übernehmen und nahm Prinz William als Geisel. Etwa 300 Personen mit ihm verbarrikadierten sich in den unteren Etagen des Bunkers. Fortan herrschte eine Patt-Situation: die Königstreuen hatten die Nahrung, die Gruppe um den General das Wasser. Man tauschte regelmäßig. Erst 2018 kam es zur Einigung und Prinz William wurde freigelassen.

Doch 2029 putschte General Yoshiro erneut: der König kam auf unbekannte Weise ums Leben und Prinz William wurde getötet. General Yoshiro errichtete eine Diktatur, die jahrzehntelang brutal aufrechterhalten wurde. (HC 008)

26. Jahrhundert

Im Jahr 2516 lebten genau 593 Menschen in der Community. (MX 018)

Expeditionen

In der Regierungszeit Rogers I. versuchte man sich im Flugzeugbau, scheiterte jedoch an Ressourcen und Personal. Doch es gelang, ein kleines U-Boot zu bauen, das jedoch verschollen ging (MX 018).

Mehrere EWAT-Expeditionen wurden aufs Festland geschickt, um das Rätsel um den hohen Grad der Degenerationen und Mutationen zu ergründen. Eine dieser Expeditionen unter Führung von Terry Nash richtete 2513 einen ständigen Beobachtungsposten in der Nähe von Leipzig ein. (HC 008)

Im Jahr 2514 wurde eine Expedition unter selbigem Kommandant nach Skandinavien geschickt, von der man nie wieder hörte. Sie wurde von Nordmännern abgefangen und die Mitglieder getötet. (HC 002)

Anfang 2516 wurde eine weitere Expedition unter der Führung von Eve Carlyle aus zwei EWATs in Kooperation mit der Community Salisbury Richtung Doyzland ausgesendet. Die Expedition kam bis zum Rhein, von hier kam der letzte Funkkontakt. (MX 018), (HC 008) Sie wurde von Nordmännern bei Laabsisch überfallen und alle Mitglieder kamen ums Leben. Von Mitgliedern dieser Expedition erfuhr Matthew Drax erstmalig von der Existenz der Community in London. (MX 010)

Krieg gegen die Nordmänner

Im Jahr 2516 wurde die Stadt von 2500 Nordmännern angegriffen. Rulfan konnte die Communities rechtzeitig warnen, ebenso die Lords. Keine der beiden Gruppen konnte allein etwas gegen die Invasion ausrichten. Aus diesem Grund schloss man erstmals einen historischen Bündnisvertrag mit den Lords. Als die Lage in der Community Salisbury kritisch wurde, ließ Roger III. schließlich einen EWAT sprengen, der 1000 Nordmänner in den Tod riss. Ein Teil der EWATs sowie die Lords kümmerten sich dann um den Rest der Angreifer, ein anderer flog zur Community Salisbury unter der Leitung von Roger III. persönlich. Die Schlacht dauerte bis zum nächsten Morgen, wobei das Heer der Nordmänner völlig aufgerieben werden konnte. Lediglich ein Schiff mit 300 Kriegern und Kaikaan konnte fliehen. Die Community verlor insgesamt 24 Mann, darunter auch Roger III. .

Queen Victoria übernahm das Amt ihres Vaters und bat Matthew Drax und Aruula, nach Meeraka zu reisen, um mit den dortigen Technos Verbindung aufzunehmen und eventuell ein Immunserum zu erhalten. (MX 018)

Die beiden gerieten jedoch in die Sklaverei. Die Community konnte und wollte ihnen nicht helfen, beobachtete jedoch alle Geschehnisse mit Hilfe der Kolks. (MX 024)

Kampf gegen die Daa'muren

...

Die Atombombenkatastrophe und ihre Folgen

Am 21. Oktober 2521 wurde sämtliche Elektronik des Bunkers durch den Permanenten EMP außer Kraft gesetzt. Dadurch war die Community mit einem Schlag hilf- und schutzlos. Zunächst befahl Queen Victoria eine geordnete Evakuierung des Bunkers, nachdem der Ernst der Lage erkannt worden war. Als direkte Folge des EMPs waren sieben Tote (vor allem aufgrund von Gasexplosionen) und 24 Verletzte zu beklagen. Einige Sektionen mussten wegen der ausgebrochenen Feuer abgeriegelt werden, da die Feuer nicht unter Kontrolle gebracht werden konnten. Außerdem war die Serumsproduktion ausgefallen. Da auch die Kommunikation zusammenbrach, wurde die Lage schnell chaotisch. Die Bewohner fürchteten einen Angriff der Daa'muren.

Man entschloss sich, alle Kräfte zu zentrieren und einen Trupp an die Oberfläche zu schicken, der versuchen sollte, mit der Community Salisbury Kontakt aufzunehmen. Doch direkt an der Oberfläche stellte der kommandierende Offizier Curd Merylbone fest, dass die Lords bereits sämtliche Posten an der Oberfläche getötet und Fahrzeuge und Gebäude angezündet hatten. Er selber wurde umzingelt und gezwungen, sich per Kniefall zu unterwerfen. Danach urinierte einer der Barbaren auf ihn. (MX 150) Darauf entbrannte ein wütendes Gemetzel auf beiden Seiten, dass die Technos jedoch verloren. (MX 153)

Ein Teil um die Queen wurde im Bunker eingeschlossen, der Rest floh, als sie den Ernst der Lage erkannten. Leonard Gabriel gelang es Anfang November, die Gruppe um die Queen gewaltsam zu befreien, danach übernahmen die Lords die Kontrolle über den Bunker. Als ein Teil der geflohenen Technos unter Queen Victoria im Dezember 2521 zurückkehrte, wurden sie wiederum dort eingeschlossen und drohten zu verhungern. Die Tortur fand erst 2522 ein Ende, als die Taratzen mit Leonard Gabriel ein Bündnis schlossen und sie befreiten. Der Bunker verblieb danach in der Hand der Taratzen. (MX 250)

Spaltung der Community

Die letzten überlebenden Technos zerstritten sich im Verlauf des Jahres. Während ein Teil beschloss, auf der Insel Guernsey einen Neuanfang zu starten, kehrten die Demokraten im Herbst 2522 nach London zurück, um den Bunker und somit ihr geschichtliches Erbe zurückzuerobern. Jedoch erst im August 2525 gelang ein entscheidener Angriff mit einem EWAT, den man per Selbstzerstörung zur Explosion brachte. (MX 250) Dies tötete zwar einen Großteil des Taratzenrudels, dennoch konnten die Demokraten aufgrund ihrer geringen Zahl nicht den Bunker besetzen. Stattdessen richtete sie sich auf dem Militärflughafen Northolt ein. (MX 251)

Bisher bekannte Mitglieder des Bunkers

Bekannte Familienamen

Aufgrund der kleinen Gemeinschaft kommen einige Familiennamen häufiger vor als andere bzw. haben es zu einer gewissen Berühmtheit gebracht. Besonders bekannt sind:

  • Merylbone
  • Yoshiro
  • Armadie
  • Hawkins
  • Winter

Namentlich bekannte Mitglieder

Weblinks