Die Abenteurer-Heftromane
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Die Abenteurer-Heftromane
Serien-Universum
Die Serie Die Abenteurer spielt in einem vom Maddraxiversum unabhängigen Universum. Ab Heft MX 291 wurden beide Welten lose miteinander verknüpft.
Erscheinungsweise
Die Romane erschienen in zweiwöchentlichem Rhythmus von Mai 1992 bis Oktober 1993 im Bastei-Verlag.
Redaktion
Die Serie wurde von Michael Schönenbröcher lektoriert.
Handlung
Im Mittelpunkt stehen der Archäologe Dr. Thomas Ericson und die Anthropologin Gudrun Heber sowie das von Sir Ian Sutherland gegründete Analytic Institute for Mysteries (A.I.M.), das mysteriösen Phänomenen auf der ganzen Welt nachspürt. Als Antagonist zieht sich die Figur des skrupellosen Professors Richard Dean Karney, genannt Kar, durch die gesamte Handlung.
Der Untergang von Atlantis
In der Vergangenheit des Jahres 3114 v. Chr. ist die Insel der Götter eine hochentwickelte Zivilisation, die von der Göttin Khom - in Wahrheit eine Außerirdische namens Inanna — regiert wird. Als der Wissenschaftler Huanna den Rat der Zehn in einer nordamerikanischen Kolonie vergeblich vor einem herannahenden Kometen warnt, wird er von Khom telepathisch zurückgerufen. Nur er ist in der Lage, die mächtigen Kristallaugen aus der Heiligen Kammer zu entfernen, ohne wichtige Daten zu verlieren. (DA 2) Auf der Rückreise mit einem goldglänzenden Schiff kollidiert er im Nebel mit einem Luftschiff und wird von den beiden Auserwählten Kernach und Kalyssos gerettet. (DA 1) Als der Komet einschlägt, bricht die Apokalypse über Atlantis herein. Huanna gelingt es, die Kristallaugen sowie die goldene Maske von der Statue des Lebensgottes Amhr zu lösen. Kernach opfert sein Leben, um das letzte Luftschiff von seinen Haltetauen zu befreien, während die Insel der Götter im Meer versinkt. (DA 2) In der Folge verbirgt der Atlanter Gwadain auf Geheiß Khoms einen gefährlichen Aymish — ein aus dem Großen Krieg stammendes Kampfwesen — in einem Bauwerk im Bergmassiv des Kailash. (DA 18)
Die Kristallaugen und die Insel Gardner
In der Gegenwart entdecken der Yale-Archäologe Thomas Ericson und die Anthropologin Gudrun Heber auf der vermeintlich unbewohnten Pazifikinsel Gardner unterirdische Anlagen mit rätselhaften Artefakten. (DA 1) Die beiden Forscher stoßen auf die Kristallaugen und eine goldene Maske, die von bleichhäutigen Wächtern behütet werden. Gleichzeitig agiert der kriminelle Professor Karney, der sich durch Kontakt mit atlantischen Artefakten reptilienartige Hautveränderungen zugezogen hat und Soldaten der US Navy mittels parasitärer Apophis-Würmer versklavt, ebenfalls nach den Artefakten. (DA 1) Ericson und Heber gelingt es, mit den Artefakten zu entkommen und einen Hubschrauber abzuschießen, doch auf offener See verlieren sie zunächst die Goldene Maske an die Crew eines Seelenverkäufers und schließlich in Indien auch das verbliebene Kristallauge. (DA 2) (DA 3) Auf dem schottischen Schloss Oake Dùn kommen sie mit dem A.I.M. in Kontakt, das ihnen überraschend das Kristallauge zurückgibt. (DA 3)
Parallel zu diesen Ereignissen erwacht im fernen Tibet das körperlose Geisteswesen Cahuna, das vor Jahrtausenden erschaffen wurde, um die Menschheit vor einer alten Bedrohung zu schützen, und findet im Körper des tibetischen Lamas Paldan Manjushi eine Zuflucht. (DA 2)
Das Tor nach Atlantis
Nach merkwürdigen Vorfällen rund um Kornkreise nahe Oake Dùn werden Ericson und Heber durch die Zeit ins England des Jahres 1066 geschleudert, kehren jedoch unverletzt zurück. (DA 4) Sutherland gründet daraufhin formell das A.I.M.-Team, das sich der Erforschung übernatürlicher Phänomene widmet. Auf Gudruns Visionen hin, die sie nach einer Begegnung mit der atlantischen Unterwasserpyramide plagen, führt die Suche das Team nach Yukatan und schließlich nach Tiahuanaco. (DA 8) Dort entdecken Ericson und Heber in einer Höhle ein massives Steintor, das sie für das sagenhafte Tor nach Atlantis halten. Als Schlüssel dient ein dreiteiliger Goldkopf, den sie jedoch zunächst nicht besitzen, da ihn der glücklose Abenteurer Jack Warden gestohlen hat. (DA 9)
Nach langen Recherchen gibt das Orakel von Delphi — ein sprechender dreibeiniger Hocker, den A.I.M.-Mitarbeiter Pierre Leroy und die ehemalige Mossad-Agentin Valerie Gideon im Sudan bei der Bruderschaft des Orakels aufgespürt haben — bekannt, dass der Goldkopf der Schlüssel zum Tor ist. (DA 10) (DA 11) Nachdem der Goldkopf schließlich zurückerobert wird, öffnet Sutherlands Team das erste Tor. Im dahinterliegenden Stollen werden alle Expeditionsteilnehmer in eine Traumwelt — die Große Ebene von Skart — versetzt, wo sie sich einer moralischen Prüfung unterziehen müssen. Valerie Gideon und ein einheimischer Träger bestehen diese Prüfung der Götter nicht und altern schlagartig um Jahrzehnte. Eine telepathische Stimme setzt eine Frist von 28 Tagen, um einen zweiten Schlüssel zu finden — nur jenseits eines zweiten Tores sei Heilung möglich. (DA 13)
Die folgende Weltreise führt Ericson, Heber und Leroy durch den Jemen zu einem alten Wüstenkloster (DA 14) und schließlich in das verborgene Hochtal Gompa im Himalaya, wo der Lama Paldan Manjushi ihnen eine ungewöhnliche Gebetsmühle als gesuchten zweiten Schlüssel übergibt. (DA 15) Mit der Gebetsmühle gelingt es, das zweite Tor zu öffnen und Valerie zu heilen. Im Inneren des sechseckigen Raumes entdecken sie ein Stadtmodell und chinesische Schriftzeichen, die auf die Grabanlage des ersten chinesischen Kaisers Qin Shi-huangdi verweisen. (DA 16) Eine Expedition nach China zu den Museen der Terrakotta-Armee bei Lintong fördert schließlich das gesuchte Bronzerelief zutage, das dem atlantischen Stadtmodell entspricht. (DA 17)
Der Zerstörer
Mithilfe des Bronzereliefs gelingt es, das dritte Tor zur atlantischen Anlage zu öffnen. Tom Ericson dringt als erster vor und trifft dort auf den alten Atlanter Gwadain, der ihm von seiner Vergangenheit als Wächter des Aymish berichtet. Das metallische Kampfwesen, das in atlantischen Texten als ZERSTÖRER bezeichnet wird, entkommt seinem Gefängnis. Da die einzige Waffe gegen den Zerstörer, die sogenannte Stimme des Todes, bereits vernichtet ist, aktiviert Gwadain den Selbstzerstörungsmechanismus der Anlage, schickt Tom durch das Tor zurück und opfert sich. Der Zerstörer gelangt durch das Tor nach Bolivien und tötet die eindringenden Söldner Karneys, bevor das Bauwerk einstürzt. (DA 18)
Der Zerstörer überlebt und hinterlässt eine Spur der Verwüstung durch Peru, wobei er Schallwellen als Waffe einsetzt, die Materie pulverisieren können. Mit einem Peilsender gelingt es Tom und dem peruanischen Polizeichef Manuel Rodriguez schließlich, die Kreatur mit Jagdbombern zu vernichten. (DA 20)
Atlantische Höhlen und Unterwasserexpeditionen
Auf der Suche nach weiteren atlantischen Hinterlassenschaften organisiert Sutherland eine Tauchexpedition mit dem U-Boot OCTOPUS zu den Azoren. In etwa vierhundert Metern Tiefe entdecken Gudrun Heber und Commander James Weyers ein goldschimmerndes atlantisches Wrack, werden jedoch von einem gewaltigen Riesenkraken angegriffen. Das Tauchboot wird in eine metallisch verkleidete Halle verschleppt — eine weitere atlantische Anlage. Nach einem gefährlichen Kampf mit einäugigen, monströsen Kreaturen — die offenbar dieselben Zyklopen sind, denen sie auch in den Höhlen bei Pico begegnen werden — gelingt die Flucht knapp. (DA 19)
Bei einer zweiten Expedition erkunden Tom, Gudrun und Soldaten der OCTOPUS in den Höhlen eine Säulenhalle mit einer antiken Tempelruine. Gudrun gibt sich gegenüber den Zyklopen als Göttin Khom aus und erhält Waffen als Opfergaben. Als ein Soldat in blinder Panik Handgranaten zwischen die atlantischen Maschinen wirft, bricht der Meeresgrund auf. Die atlantischen Höhlen werden von Lava ausgefüllt und sind fortan unerreichbar. (DA 32)
Valerie Gideons Verrat und Heilung
Während eines früheren Einsatzes in Bolivien am Titicaca-See pflanzte Kar Valerie Gideon unbemerkt einen Parasiten ins Gehirn ein und machte sie so zur willenlosen Spionin innerhalb von A.I.M. (DA 23) Als Valerie schließlich den Auftrag erhält, Sutherland zu töten, wird der Anschlag im letzten Moment durch ein Betäubungspfeil Pierres vereitelt. Valerie fällt in ein künstliches Koma. (DA 23) Wochenlang behandeln Ärzte sie erfolglos, bis das mysteriöse Wesen Elwood — einer der sogenannten Männer in Schwarz und Diener Cahunas — in Oake Dùn erscheint. Mit dem Vorlesen eines altägyptischen Textes treibt er den Parasiten aus Valeries Körper, während eine von Kar gesteuerte Sabotageaktion das Krankenhaus erschüttert. (DA 30)
Die Suche nach dem Heiligen Gral
Das Orakel von Delphi sendet A.I.M. auf die Suche nach dem Heiligen Gral. Gudrun Heber und Pierre Leroy konsultieren Historiker, verfolgen Spuren durch keltische Überlieferungen und stoßen auf den jungen Historiker David Summerfield, der dem Gral bereits auf der Spur ist, jedoch von einem Geheimbund namens Der Club bedroht wird. (DA 28) Die Rückblende offenbart, dass im 14. Jahrhundert der Novize Henry Neville den Heiligen Gral — einen dreiteiligen Kelch — von seiner sterbenden Mutter erhalten und als Einsiedler in Wales verwahrt hatte, während seine Familie seither als Gralhüter fungiert. (DA 29) Gudrun und Pierre entkommen dem Clubführer Sir Franklin Neville nach einer tödlichen Kelchprobe und fliehen mit dem Gral — der sich jedoch später als eine erst um 1520 gefertigte Fälschung herausstellt. (DA 29) (DA 30) Das Orakel weist A.I.M. daraufhin zur Bundeslade in Aksum.
Die Bundeslade
Die legendäre Bundeslade erweist sich als zentrales Artefakt der zweiten Serienhälfte. Connor, Pierre und Valerie reisen im Auftrag Sutherlands nach Äthiopien, dringen in das Sanktuarium von Aksum ein — und finden die Lade leer. (DA 31) Das Orakel klärt auf: Die Bundeslade in Äthiopien ist lediglich eine Kopie, die einst König Menelik anfertigen ließ, um das Original heimlich zu entwenden. (DA 33) Eine Rückblende in das 14. Jahrhundert enthüllt, dass Tom Ericsons zeitgereister Geist im Körper eines Tempelritters bezeugte, wie die Templer die Bundeslade 1307 von La Rochelle aus nach Amerika verschifften und dabei das Orakel von Delphi an Bord sahen. (DA 35)
Tom und Gudrun entdecken schließlich mithilfe zweier Templerstelen in Guatemala den Weg zu einer Tempelkapelle in einem Sumpf nahe dem Rio Machaquilá, wo die Bundeslade von zwei Templerskeletten bewacht wird. (DA 39) Der Transport der Lade nach Guatemala-City gerät durch Jack Warden zum Fiasko. Warden entführt die Bundeslade auf dem Segelschiff AGUILERA, das beim Versuch, die Lade zu öffnen, in einem übernatürlichen Sturm verschwindet. Die Bundeslade ist verloren. (DA 40) (DA 41)
Toms Traumzeitreisen
Während eines Aufenthalts in Australien folgen Tom und Gudrun dem Physiker Gunnar Björnstad auf einem Traumzeitpfad der Aborigines. Gudrun erlebt in einem Trancezustand nach einem Schlangenbiss Visionen von Björnstads Schicksal in einer urzeitlichen Sumpfwelt. Kar wird von der Kraft des Traumzeitpfades in eben jene Welt gezogen, wo seine Verwandlung in ein Echsenwesen ihren Höhepunkt erreicht. (DA 26)
Bei einer späteren Zeremonie im australischen Outback wird Toms Geist durch die Zeiten geschleudert, nachdem der leitende Schamane erschossen wird. (DA 33) Er erwacht im Jahr 1127 im Körper des sterbenden Kreuzritters Raoul, reist nach Jerusalem und begegnet dort den Gründern des Templerordens um Hugo de Payens und Hugo de Champagne. Mit selbstgefertigten Sprengpatronen beschleunigt er ihre Grabungen im Salomonischen Tempel, entdeckt eine atlantische Stimme des Todes in einer feindlichen Burg und versteckt sie in einer Höhle. (DA 34) Dann landet sein Geist am 5. Oktober 1307 im Körper des Tempelritters Thomas von Annecy. Er warnt die Templer vergeblich vor der Verhaftungswelle König Philipps IV. und ist schließlich dabei, als die Bundeslade auf Koggen nach Amerika verschifft wird — und erblickt über ihr schwebend das Orakel von Delphi. Paldan Manjushi rettet Toms Geist aus dem Meer und führt ihn in die Gegenwart zurück. (DA 35)
Kars Verwandlung und die Schwarze Pyramide
Der Antagonist Professor Karney durchläuft im Verlauf der Serie eine unaufhaltsame Metamorphose. Durch Kontakt mit einer grünen atlantischen Flüssigkeit verwandelt er sich nach und nach in ein aufrecht gehendes Echsenwesen, das immer weniger Menschliches an sich hat. (DA 26) (DA 27) Von einer versunkenen Schwarzen Pyramide auf einem Pazifik-Atoll aus operiert er mit der Zeitlosen Ortsversetzung und kontrolliert Handlanger wie Suzy Duvall und Jack Warden. (DA 33) In der Pyramide entdeckt Suzy Duvall einen verborgenen Raum des Wissens und wird von einer fremdartigen Informationsübertragung erschüttert. (DA 39)
Als Kar die Bundeslade in Besitz bringt, reaktiviert er die Anlage zur Zeitlosen Ortsversetzung vollständig. Er offenbart schließlich seinen wahren Plan: Die Schwarze Pyramide ist in Wahrheit ein jahrtausendealtes Raumschiff, mit dem er die Weltherrschaft erlangen will. Kar transportiert die gefangenen A.I.M.-Mitglieder direkt aus Schottland in die Pyramide, reist selbst in eine urzeitliche Sumpfwelt, wo silberschuppige Echsenwesen ihn als einen der Ihren begrüßen, und bringt Jack Warden mit einem Parasiten unter seine Kontrolle. (DA 43)
Die Pyramide startet
Valerie Gideon, die auf eigene Faust nach Neuseeland gereist ist, um Rache an Kar zu nehmen, befreit die gefangenen Abenteurer, indem sie den von Kar kontrollierten Jack Warden erschießt. Doch Kar startet tatsächlich die Pyramide: Sie erhebt sich aus dem Atoll und steigt in den Weltraum auf. Während die meisten Gefährten mit der Yacht LAOTSE entkommen, bleiben Tom, Valerie und der mysteriöse Elwood an Bord. Im Orbit greift der als planetare Waffe gedachte Zerstörer die Pyramide an und beschädigt sie schwer. Kar bleibt hilflos zurück, während Tom, Valerie und Elwood in letzter Sekunde durch einen Nottransport entkommen. Die brennende Pyramide stürzt ins Meer. (DA 43)
Siehe auch
- Heftserie 2012 – Jahr der Apokalypse



