New Mexico
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| New Mexico | |
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34° 0' 0.00" N, 106° 0' 0.00" W
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| Kontinent: | Meeraka |
New Mexico ist ein ehemaliger US-Bundesstaat in Meeraka. Das Staatsmotto lautete Crescit Eundo – „Es wächst, während es vorangeht." (MX 491) Die Encantos, ein Nomadenvolk, das New Mexico durchstreift, bezeichnen das Land als Tierra de Encanto. (MX 499)
Beschreibung
Nach dem Kometenabsturz ist New Mexico überwiegend eine Dschungellandschaft, durchzogen von Rissen und Spalten. An einigen Stellen hat sich die Erde aufgewölbt. (MX 494)
Teile des Landes sind vulkanisch geprägt: Dunkles Vulkangestein hat die einstigen Canyons und Wüstenebenen ersetzt, und Lavaströme ziehen sich wie Adern durch das Gestein. Quer durch die Landschaft erstreckt sich eine gewaltige Felswand von über dreißig Metern Höhe über Hunderte von Meilen – vermutlich durch ein gewaltiges Erdbeben emporgeschoben. (MX 45)
In der Gegend um das ehemalige Los Alamos gibt es häufig schwere Unwetter. Die Gebäude aus dem frühen 21. Jahrhundert liegen größtenteils in Trümmern; stellenweise hat die Natur dschungelartig zurückerobert, während an anderen Stellen der Boden so vergiftet ist, dass nichts mehr wächst. (MX 470)
Die Umgebung des Very Large Array ist von einer sanften, grasüberwucherten Hügellandschaft geprägt. (MX 499)
Die Region nordwestlich von Albuquerque entlang des alten Highway 550 wird von Sandsteinformationen beherrscht, deren beige bis rotbraune Gesteinsschichten je nach Härte unterschiedlich ausgewaschen sind und Überhänge und Höhlen bilden. (MX 680)
Apache Point
Vor dem Kometeneinschlag befand sich auf dem Apache Point ein Observatorium mit einem 3,5-Meter-Teleskop der Chicago University mit ALFA-Optik der neuesten Generation. Der Laserstrahl konnte in hundert Kilometern Höhe einen künstlichen Leitstern erzeugen, über den nahezu alle Himmelsbereiche beobachtet werden konnten. (HC 1)
Ebene von San Augustin
Die Ebene von San Augustin liegt zwischen Magdalena und Datil. Vor dem Kometenabsturz war sie eine karge, trockene Gegend mit vereinzelten Präriesträuchern. In der Nachkometenzeit ist sie von stickig feuchtem Klima und reichem, teils dschungelähnlichem Pflanzenwuchs geprägt. Schwere Gewitter suchen die Gegend regelmäßig heim. (MX 491)
Auf der Ebene befindet sich das Very Large Array bei Socorro. (MX 491, MX 495) Eine befestigte Straße führt durch das VLA-Gelände. (MX 494)
Foster-Ranch
Die Foster-Ranch lag zwischen Corona und Roswell und wurde vom Schafzüchter William „Mac" Brazel und seiner Frau Marge betrieben. Das Weideland erstreckte sich über zehn Morgen gen Osten. Die Ranch verfügte über einen Tornado-Schutzkeller. Zur Schafschur beschäftigte Brazel saisonal bis zu einem Dutzend Wanderarbeiter; außerhalb dieser Zeit arbeitete nur der junge Mexikaner Paco als Weidehelfer. (MX 502)
Last Remember
Last Remember ist der Nachkometenzeit-Name der ehemaligen Stadt Roswell. Die Bevölkerung ist in zwei Fraktionen gespalten: Eine Gruppe verehrt die Außerirdischen als wohlwollende Beschützer der Menschheit, gestützt auf historische Filmaufnahmen in den Predigten von Father Riverdale. Die Majestics hingegen betrachten die Außerirdischen als Schuldige am Niedergang der Menschheit. Sie wurden von Rudger Dawson gegründet, nachdem er ein Bilddokument namens „Majestic-12" entdeckt hatte, das die Außerirdischen als kriegerische Invasoren zeigte. (MX 502)
Am Rande von Last Remember steht ein scheibenförmiges Gebäude, das die Bewohner für ein Raumschiff der Beschützer halten. In Wahrheit handelt es sich um eine Attrappe, die einst als UFO-Café erbaut wurde. (MX 502)
Los Alamos
In Los Alamos befand sich das Los Alamos National Laboratory (LANL), eine 1943 gegründete Forschungseinrichtung. Das LANL war ursprünglich für das Manhattan Project verantwortlich und behielt danach seinen Schwerpunkt in der Kernforschung. Daneben gab es weitere Projekte, darunter das Projekt Evergreen der McGuffins. Das Gelände war durch eine Schranke und ein schweres Gittertor gesichert. Bis 2005 wurde das LANL von der University of California betrieben, danach von der Los Alamos National Security LLC unter Kontrolle der Bechtel Corporation. (MX 470)
Unter dem Forschungstrakt befand sich ein unterirdischer Bunker für Projekt Evergreen. Der Bunker war autark durch Trilithiumkristalle mit Energie versorgt, verfügte über eine unterirdische Wasserquelle und war nur per Codeeingabe zugänglich. (MX 470)
Ellannell
Das ehemalige LANL-Gelände ist in der Nachkometenzeit unter dem Namen Ellannell bekannt – eine Verballhornung der Abkürzung „LANL". Ellannell wird von den Kindern Evergreens bewohnt, pflanzenartigen, menschenähnlichen Geschöpfen mit teilweise entstellten Gesichtern, die noch nicht zur Perfektion gereift sind. (MX 470)
Ellannell dient als Zufluchtsort für Reisende. Die Familie um Willow, ihren Bruder Larch, sowie Oak und Maple bietet Schutzsuchenden Unterschlupf und Verpflegung. (MX 470)
In den tiefen Kellergeschossen leben Siragippen – riesige Spinnen von der Größe einer dänischen Dogge mit fluoreszierendem Hinterleib. Ihre Netze bestehen aus haarfeinen, extrem belastbaren und mit einer ameisensäureartigen Substanz benetzten Fäden. Die Bewohner Ellannells schützen sich mit dem „Schweiß der Alten", einer Flüssigkeit, die den Eigengeruch überlagert und die Träger für die Siragippen unsichtbar macht. (MX 470)
In den unterirdischen Bereichen wuchert Evergreen als farblose Vegetation – knochenweißes oder glasig durchscheinendes Gestrüpp mit Ranken und fremdartigen Blüten. In knotigen Verdickungen nisten körperlose, synchron pulsierende Lichter. Zwischen den Pflanzen reifen knospenartige Hülsen heran, in denen Evergreens Kinder geboren werden. (MX 470)
Nagii
Nagii ist die ehemalige Ortschaft Nageezi. Das Dorf liegt etwa hundert Kilometer nordwestlich von Albuquerque entlang des alten Highway 550 und stellt den äußersten Punkt der Eisenbahnprospektion in Richtung Pazifik dar. Bei Nagii gibt es Zugänge zum Zweiten Eden. (MX 680)
Zweites Eden
Das Zweite Eden ist ein gewaltiges unterirdisches Höhlensystem unter der Region um Nagii. Der Name stammt von den ersten menschlichen Siedlern, einer protestantischen Gemeinde, die das System 2018 entdeckte und es als zweite Schöpfung betrachtete. (MX 680)
Pueblo der Anasazi
In die Felswand ist ein uraltes Pueblo eingebaut, das einst von den Anasazi bewohnt wurde. Die Bauten aus Lehm und Stein kleben wie Vogelnester in der Wand und sind durch Leitern und Gänge verbunden. Das Pueblo ist in Wahrheit das Sipapu, der heilige Ursprungsort der Anasazi und die Verbindung zu einer Parallelwelt, in die der Stamm einst floh. (MX 45)
In den Höhlen befinden sich bunte Wandmalereien mit Schlangenlinien, Punkten und Figuren mit überlangen Gliedmaßen sowie abstrakte Steinsymbole. In den Tiefen liegt eine Grube voller Leichen – darunter spanische Konquistadoren aus dem 16. Jahrhundert und ein Soldat der Konföderierten aus dem 19. Jahrhundert. Das Pueblo übt einen geistigen Bann auf Besucher aus, der sie in den Wahnsinn treibt und dazu verleitet, nach einem nicht existierenden Geheimnis zu graben. (MX 45)
Bekannte Städte
Geschichte
Vor dem Kometeneinschlag
1540
Im Juli 1540 stieß ein spanischer Spähtrupp unter Capitán Ramon Jacob del Estevez während der Expedition des Adelantado Coronado auf das Pueblo der Anasazi. Das Dorf war menschenleer, doch Vorräte deuteten auf kürzliche Bewohnung hin. Estevez' Männer verschwanden einer nach dem anderen in den Gängen. (MX 45)
Im August 1540 fand Coronados Hauptstreitmacht tote Soldaten und verwesende Pferde vor. Einzig Estevez hatte überlebt, war jedoch wahnsinnig geworden. Coronado ließ sofort nach Westen abdrehen. (MX 45)
1947
Am Vorabend des 4. Juli 1947 erschütterte ein gewaltiger Donnerschlag die Gegend um Roswell und Corona, begleitet von einem blaugrünen Leuchten am Nachthimmel – eine Anomalie, die eine Verbindung zwischen der Nachkometenzeit des Jahres 2518 und dem Jahr 1947 herstellte. (MX 502)
Zur selben Zeit befand sich Captain Hal „Fearless" Colbert auf einem geheimen Testflug mit der Miracle X-1, einem bumerangförmigen Nurflügler auf Basis eines Funds aus Nazideutschland. Colbert hatte soeben als erster Mensch die Schallmauer durchbrochen, als er in das Lichtphänomen geriet und beinahe mit der fliegenden Untertasse des Beschützers Grey kollidierte, der durch die Anomalie aus der Zukunft geschleudert worden war. Eine Flügelspitze der Miracle wurde abgeschnitten; Colbert steuerte die Maschine zu seiner Basis in Nevada zurück. (MX 502)
Grey überlebte die Bruchlandung, wurde jedoch von der Netaratze Groooar angegriffen und in eine Höhle verschleppt. Groooar war ebenfalls durch die Anomalie in die Vergangenheit gelangt. (MX 502)
Am folgenden Morgen fand der Schafzüchter William Brazel auf der Foster-Ranch verstepptes Weideland, über zehn getötete Schafe und ein Trümmerfeld mit Plastik- und Metallteilen – darunter hauchdünne, sich selbst glättende Metallfolien und futuristische Geräte. Ein Typenschild von General Electric trug das Herstellungsjahr 2009. (MX 502)
Groooar drang unterdessen in den Hühnerstall ein und verletzte den Weidehelfer Paco schwer. Bei einem zweiten Angriff wurde die Netaratze von Marge Brazel mit ihrem Colt mehrfach getroffen. Brazel verfolgte die Blutspur zu einer Höhle und erschoss Groooar mit seiner Winchester. In der Höhle fand er den gefesselten, bewusstlosen Grey. (MX 502)
Brazel brachte die Trümmer, den Kadaver und Grey zu Sheriff George Wilcox in Corona. Das Militär stellte sämtliches Material sicher und transportierte es über das 509. Bombergeschwader bei Roswell unter dem Codenamen „die Lieferung" auf General Roger Rameys Basis in Nevada. (MX 502)
Der Wissenschaftler Simon Bradley leitete die Untersuchung. Bei der Obduktion erwachte Grey durch den ersten Skalpellschnitt aus seiner Starre, flüchtete durch die Basis und stürzte in das Lazarettzimmer von Captain Colbert, den er auf Englisch um Hilfe anflehte. (MX 502)
Die Analyse durch Frank Haexler ergab zweifelsfrei irdischen Ursprung der Trümmer; das Typenschild mit dem Jahr 2009 führte zur Schlussfolgerung, dass es sich um ein Objekt aus der Zukunft handelte. Den Kadaver der Netaratze klassifizierte man als seltene irdische Mutation, möglicherweise resultierend aus den Atombombentests von 1945 in den White Sands Proving Grounds. (MX 502)
Colbert arrangierte unter Rameys Billigung einen Besuch bei Grey. Dieser offenbarte, die menschliche Sprache zu verstehen und aus der Zukunft zu stammen, und schlug Fluchthilfe gegen sein Geheimnis vor. Colbert schmuggelte Grey in einem Wäschebehälter aus der Basis. An einer Tankstelle berichtete Grey über seine Herkunft aus der Nachkometenzeit, den bevorstehenden Einschlag des Kometen Kristofluu und den drohenden Absturz des Mondes. Die Tankstelle war jedoch vom Militär präpariert – das Gespräch wurde aufgezeichnet. Beim Zugriff löste sich ein Schuss, der Grey tödlich traf. (MX 502)
Greys Leichnam wurde auf der Basis bei –300° Fahrenheit konserviert. Colbert wurde in eine Traumaklinik nahe Chicago verlegt, wo er 1969 begann, seine Erlebnisse unter dem Titel Der Roswell-Zwischenfall niederzuschreiben. (MX 502)
Nachdem die Roswell Daily Record mit der Schlagzeile „Fliegende Untertasse auf Ranch nahe Roswell abgestürzt" getitelt hatte, stellte General Ramey den Vorfall auf einer Pressekonferenz als Absturz eines Wetterballon-Prototyps dar. (MX 502)
2011
Im Herbst 2011 beschlagnahmte die US-Regierung das Observatorium auf dem Apache Point für die Astronomic Division of the United States Air Force. Unter Leitung von Professor Dr. Jacob Smythe beobachtete ein Team von sechsunddreißig Wissenschaftlern und Offizieren rund um die Uhr den Kometen Christopher-Floyd. Der Astrophysiker David McKenzie wurde Smythes Stellvertreter. (HC 1)
Ende September 2011 lag die Kollisionswahrscheinlichkeit bei sechzig Prozent. Im Los Alamos National Laboratory arbeiteten Dr. Victor und Dr. Elizabeth McGuffin am geheimen Projekt Evergreen, das die Wiederbegrünung einer durch Katastrophen verheerten Welt zum Ziel hatte. (MX 470)
Ende November 2011 wertete das Team die Daten der NASA-Sonde Contour aus. Der Komet strahlte eine unbekannte Störstrahlung aus und besaß einen physikalischen Kern von 8,093 Kilometern Durchmesser. Als der Funkkontakt zur Sonde abriss, berechnete Smythes Team eine Kollisionswahrscheinlichkeit von 84,79 bis 100 Prozent und informierte das Weiße Haus. (HC 1)
Weltweit kam es zu gewalttätigen Ausschreitungen. Präsident Arnold Schwarzenegger drängte persönlich Victor McGuffin zur Beschleunigung von Projekt Evergreen. (MX 470)
2012
Ende Januar 2012 verließen die letzten Mitarbeiter das LANL. Einzig Benjamin Harris erklärte, bei den McGuffins bleiben zu wollen. (MX 470)
Am 7. Februar 2012 erschien Colonel Charles Dalitz mit fünf Soldaten, um im Auftrag des Präsidenten alle Informationen über Projekt Evergreen sicherzustellen. Victor weigerte sich, die Schleuse zu öffnen, und schickte Elizabeth und Benjamin in den Bunker. Als die Soldaten die Schleusentür mit Sprengstoff präparierten, täuschte Victor eine Herzattacke vor, entwaffnete einen Soldaten und erschoss alle sechs Männer. Einer hatte jedoch noch einen Zeitzünder aktiviert. Die Explosion beschädigte Schleusentür und Codeschloss schwer und machte eine Öffnung des Bunkers von außen unmöglich. (MX 470)
Am 8. Februar 2012 um 8:43 Uhr schlug der Komet auf der anderen Seite der Erde ein. Victor überlebte zunächst, konnte den Bunker jedoch nicht mehr öffnen. (MX 470)
Nach dem Kometeneinschlag
Projekt Evergreen
Im Bunker entwickelte sich Projekt Evergreen zunehmend eigenständig. Die Vegetation wuchs schneller als erwartet, generierte eigene Fortpflanzungsmethoden und entwickelte eine abstrakte Intelligenz. Elizabeth und Benjamin wurden von Hütern zu Gästen in Evergreens Welt. (MX 470)
Elizabeth wurde von Benjamin schwanger. Evergreen eignete sich das ungeborene Kind an und absorbierte Benjamin, indem sich eine pflanzenartige Knospe über sein Gesicht stülpte. Elizabeth wurde ebenfalls Teil von Evergreen, behielt jedoch im Gegensatz zu Victor und Benjamin ein eigenes Bewusstsein. (MX 470)
Mitte 2015 starb Victor an Entkräftung vor der versiegelten Bunkertür. Evergreen erkundete seinen Leichnam und breitete sich über haarfeine Pflanzenfäden durch Risse im Beton aus. (MX 470)
Ab etwa 2018 begann Evergreen, eigene Kinder hervorzubringen – pflanzenartige, menschenähnliche Geschöpfe. Nach über zweihundert Jahren Fehlversuchen gelang um 2380 die erste erfolgreiche Geburt. Es entstand eine Familie, die Reisenden Unterschlupf bot und Evergreen beschützte, bis es eines Tages reif sein würde, die Erde neu zu beleben. (MX 470)
Einmal ließ Evergreen einen Teil seines Selbst von einer mutierten Rieseneule entführen, in der Hoffnung, an einem anderen Ort zu keimen; mit der Entfernung riss die Verbindung jedoch ab. Die Rev'rends griffen Ellannell einmal an, weil sie Evergreen für Teufelszeug hielten. Evergreen wehrte den Angriff ab, was jedoch viel Kraft kostete. (MX 470)
Besiedlung des Zweiten Eden
Im Jahr 2018 führte Ahnoa fünfzig Überlebende einer protestantischen Gemeinde entlang des alten Highway 550 zu einer Höhle, die ihr Kundschafter Esteban entdeckt hatte. Sie fanden leuchtende Pflanzen, unbekannte Tiere und eine verlassene unterirdische Stadt, die sie Déposito nannten. Ahnoa taufte das Höhlensystem Zweites Eden und die oberen Höhlen wilder Garten. (MX 680)
Die Siedler richteten einen Außenposten an der Oberfläche ein und nahmen per Funkgerät Kontakt zu anderen Gemeinden auf. An zuziehenden Reisenden bemerkten sie die heilenden Eigenschaften des Zweiten Eden. Ahnoas und Elijahs Tochter Halima, 2032 geboren, war eines der Kinder der Höhlen – mit zu großen Pupillen und einer unerklärlichen Verbundenheit mit dem Zweiten Eden. Im Alter von acht Jahren verließ Halima Déposito und ging in die Tiefe. Elijah kam auf der achten Expedition ums Leben, als Harpyien ihn in den Schacht stürzten. (MX 680)
2053 isolierte der Forscher Horacio erstmals Grauzeug aus Pflanzen und Tieren des Zweiten Eden und begründete damit das Berufsbild der Visores. (MX 680)
Um 2070 wurde Horacio bei einem Raubüberfall schwer verbrannt. Die Visores unter Ivo befestigten mit ihrem gesamten Grauzeug Chitinplatten auf seinen Wunden – eine Maßnahme, die bewies, dass Grauzeug auch artfremdes Material dauerhaft integrieren konnte. (MX 680)
Um 2128 verlor Ahnoa bei einer Expedition ihr Augenlicht und mehrere Finger. Ihr Gefährte Geist ersetzte ihre Augen durch ein Relikt als künstlichen Visor und ihre linke Hand durch den Schwertarm eines Seraphimkäfers. Fortan war Ahnoa als die Schwertmaid bekannt. (MX 680)
Um 2208 hatte die Schwertmaid die Festung der Makellosen errichtet und eine Garde von Kriegerinnen – den Heiligen – um sich versammelt. (MX 680)
2517
2517 gerieten Matthew Drax und Aruula nahe der früheren Grenze zum ehemaligen Texas an die Rollenspiel-Gemeinschaft der Treks. (MX 44)
Am 16. Oktober 2517 entdeckten Matt und Aruula auf ihrem Weg nach Kalifornien das Pueblo der Anasazi. Matt wurde vom geistigen Bann des Sipapu erfasst und verfiel dem Wahnsinn. Aruula wurde unterdessen vom Sipapu-Tleku Makeje in die Fünfte Welt gezogen, eine Parallelwelt der Anasazi. (MX 45)
Mithilfe von Eri, der Häuptlingstochter, gelang Aruula die telepathische Kontaktaufnahme mit Matt. Nachdem es zu Konflikten mit den Zwillingen Tlehoke und Chopaje kam, schickte Makeje Aruula durch ein Ritual zurück. Aruula rettete Matt aus der einstürzenden Grube, und die beiden verließen das Pueblo. (MX 45)
2518
Tom Ericson in Ellannell
Tom Ericson gelangte nach einer missglückten Teleportation aus San Antonio nach Ellannell. Er hatte vorübergehend sein Gedächtnis an sein neues Leben verloren. Willow rettete ihn aus einem Siragippen-Netz und brachte ihn zu ihrer Familie, wo er auch auf den Nosfera Goggol, den Wulfanen Karzak und den Drakullen Quyg traf. (MX 470)
Goggol, Karzak und Quyg entpuppten sich als Räuber auf der Suche nach einem vermeintlichen Schatz. Sie töteten Larch, nahmen Willow als Geisel und erzwangen den Weg zum versiegelten Bunker. Tom wurde unterdessen von Evergreen vereinnahmt: Ein Pflanzenstrang verband ihn mit dem Bewusstsein von Elizabeth McGuffin, die ihn als Werkzeug nutzte, um sich zu befreien. Tom brachte mit der letzten Kugel seines Colts den alten Sprengsatz aus dem Jahr 2012 zur Detonation. (MX 470)
Die Explosion sprengte die Bunkertür und fügte Evergreen schweren Schaden zu: Die Lichter erloschen, und die Knospen mit heranreifenden Kindern starben ab. Elizabeths Bewusstsein wurde befreit; Tom behielt ihre Erinnerungen und damit das Wissen über Projekt Evergreen. Er entwendete Quygs Trike und brach nach San Antonio auf. (MX 470)
In Last Remember
Der Beschützer Grey war irgendwann inmitten eines Gewitters in Last Remember zu sich gekommen, ohne Erinnerung an sein früheres Leben. Die Bewohner erwarteten, dass er sie vor dem drohenden Mondabsturz retten würde. Grey erhielt einen Sonderstatus, nachdem er den sechsjährigen Josh Strong wiederbelebt und bei der Abwehr einer Marodeur-Bande geholfen hatte. (MX 502)
Grey arbeitete monatelang am vermeintlichen Raumschiff – dem ehemaligen UFO-Café – und brachte dessen Rotorblätter zum Laufen. Das Ergebnis war ein atmosphärisches Fluggerät, für den Weltraum jedoch ungeeignet. Sein einziger Vertrauter war Hoke Nevermore. (MX 502)
Am 8. April 2518 startete Grey mit dem Fluggerät zur Flucht, kehrte jedoch um. Eine gewaltige Anomalie – das gleiche blaugrüne Leuchten wie 1947 – erfasste die Gegend und schleuderte Grey mitsamt dem Fluggerät ins Jahr 1947 zurück. (MX 502)
Am Very Large Array
Matthew Drax, Xij, Quart'ol und der Pancinowa Hyicus reisten per Wurmloch vom Hort des Wissens am Loch Lomond zur Ebene von San Augustin, um die Radioteleskope des Very Large Array als Verstärker für ein Wurmloch zu nutzen, mit dem der Mond in seine alte Umlaufbahn zurückversetzt werden sollte. (MX 491)
Die Anlage war stark verfallen. Hyicus und Xij identifizierten mithilfe von PROTOs Bordcomputer zwei brauchbare Schüsseln, von denen eine noch um zwölf Grad gedreht werden musste. Die Hydritin Lyn'ar, die als blinde Passagierin in PROTO mitgereist war, griff Matt und Quart'ol in einer Antennenschüssel an. Matt stieß Lyn'ar in ein Wurmloch, an dessen Ausgang sie in Xijs Säbel taumelte und dabei getötet wurde. (MX 491)
Zur Unterstützung des Projekts wurden Baracken und Wohncontainer am VLA errichtet. (MX 494)
Quart'ols Reise zum Mars
Quart'ol reiste unter dem Vorwand, die Fortschritte in New Mexico zu begutachten, zum VLA, plante jedoch, mit Takeos Gleiter durch ein Wurmloch zum Mars zu fliegen, um seinen Freund Wang'kul zu suchen. (MX 494)
Am VLA weihte er Xij Hamlet ein. Die Pancinowa stimmten zu, ein Wurmloch zum Mars zu öffnen – offiziell als Testlauf für das Projekt Mondsprung deklariert. Quart'ol und der Kasynari Starnpazz flogen mit dem Gleiter zum Mars. (MX 494)
Nach der Rückkehr empfing der Bordrechner ein Rückhol-Protokoll von Miki Takeo aus Sisco South. Der Autopilot übernahm die Steuerung und setzte Kurs auf Sub'Sisco; manuelle Kursänderungen waren ohne Takeos Freigabe gesperrt. (MX 495)
Projekt Mondsprung
Matthew Drax und Aruula kehrten vom Ringmond zurück und gelangten mittels Sprungfeldgenerator zum VLA, wo die letzten Vorbereitungen für das Projekt Mondsprung liefen. Die Pancinowa-Chefingenieurin Agnetis und Hyicus überprüften die Programmierung in PROTOs Bordcomputer. (MX 499)
Xij Hamlet und Starnpazz verließen das VLA mit Takeos Gleiter, um über das Wurmloch in San Antonio nach Novis zu reisen. (MX 499)
Kurz darauf erschienen drei Encantos – Josee, Pabloo und Maryha – und forderten die Expeditionsteilnehmer auf, die Anlage sofort zu verlassen. Sie bezeichneten die Radioschüsseln als „Schalen der Götter", auf denen ihr Volk die Calzada del Hueso ins Reich der Toten beschreiten müsse, und stellten ein Ultimatum von einer Stunde. (MX 499)
Vor Ablauf des Ultimatums erschütterte ein schweres Erdbeben das VLA-Gebiet. Mehrere Radioschüsseln stürzten ein, und eine Erdspalte trennte das Verbindungskabel zwischen PROTO und dem mobilen Wurmlochgeber. Matt und Aruula stellten die Verbindung über ein Drahtseil wieder her. Eine der beiden für den Transfer benötigten Schüsseln drohte zu kippen; Matt stabilisierte sie mit PROTOs Seilwinde. (MX 499)
Als die Encantos in voller Stärke unter Führung der Katsina zurückkehrten, hatte die Göttersprecherin den Willen der Uwanami neu gedeutet: Die Encantos waren nicht zum Sterben, sondern zum Helfen bestimmt. Sie brachten Seile und Biisons mit und halfen, die kippende Schüssel zu stabilisieren. Dabei kamen Izzan und Herrmaano ums Leben. (MX 499)
Unter koordinierter Anleitung gelang es, die Schüssel korrekt zu positionieren. Matt aktivierte den Transfer, und das Wurmloch versetzte den Mond in seine alte Umlaufbahn zurück. Das Projekt Mondsprung war geglückt. (MX 500)
Unmittelbar danach begann die gehaltene Schüssel zu kippen. Nachdem alle in Sicherheit waren, löste Matt die Seilwinde, und die Schüssel stürzte um. Die Encantos trauerten um das Heiligtum. (MX 500)
Abschied am VLA
Chefingenieurin Agnetis erklärte den Transfer zum größten Wurmlochprojekt in der Geschichte der Pancinowa, betonte jedoch, dass die Pancinowa nach Cancriss zurückkehren und den Kontakt zur Erde abbrechen würden. (MX 500)
Die Katsina verkündete, die Uwanami hätten eine neue Vision geschickt, die die Encantos hinter eine Gebirgskette am Horizont führen werde. Sie segnete die Anwesenden und brach mit ihrem Treck auf. (MX 500)
Die Pancinowa setzten PROTOs Programmierung zurück, aktivierten den mobilen Wurmlochgeber und öffneten ein Portal nach Cancriss. Hyicus verabschiedete sich mit erhobener Vier-Finger-Hand – ein Abschied für immer. (MX 500)
Matt, Aruula und Quart'ol brachen mit PROTO nach San Antonio auf. Auf der Fahrt beobachteten sie intensive Polarlichter, die Matt auf die atmosphärischen Störungen durch Wurmloch und Mondversetzung zurückführte. (MX 500)
Erforschung des Zweiten Eden
Der Weltrat entsandte Matthew Drax und Aruula nach New Mexico, nachdem Eisenbahnprospektoren bei Vermessungsarbeiten nordwestlich von Albuquerque auf bronzefarbene Relikte mit funktionierender Technik gestoßen waren. Zudem verschwanden in der Region regelmäßig Menschen. Matt und Aruula sollten die Ursachen klären, den Ausbau der Eisenbahnstrecke sichern und den Wert einer Relikt-Bergung einschätzen. (MX 680)
Sie flogen mit der DARK FORCE FIVE nach Albuquerque und fuhren mit PROTO den Highway 550 entlang. Nahe Nagii retteten sie die Scorpoc-Jäger Yahzeera und Handu und erfuhren von Grauzeug. Auf Yahzeeras Empfehlung suchten sie den Heiler Ezra und dessen Frau Cataliina auf, die sich als Führer ins Zweite Eden bereit erklärten. (MX 680)
In Déposito schlossen sie sich einer Expedition unter dem Visores Hugué an. Zur Gruppe gehörten die Bogenschützin Petronaa, der Schwertträger Demonio mit der Bollwerk-Waffe Vanguardía, die Dolchkämpferin Rose, der dornenbewehrte Spike, die Revolverschützin Grace Peyton und der geschwätzige Rico. (MX 680)
In der Käferkolonie erntete die Expedition Goldkäfer zur Grauzeug-Gewinnung aus einem Bollwerk. Matt arbeitete aus Bollwerk-Stein ein Rundschild. Der Käferfresser, ein Einsiedler im Bollwerk, stahl Rose durch das Lichtschild hindurch die Hand samt Waffe. Ezra nähte die Hand mit Grauzeug wieder an. (MX 680)
Zurück in Déposito besuchte die Schwertmaid die Stadt zum Handel. Als Rose ein Bollwerk-Stück der Maid forderte, eskalierte die Situation: Mirandarr und Demonio wurden getötet, und die Heiligen entführten Cataliina als Ersatz für ihre gefallene Schwester. Aruula nahm Demonios Schwert Vanguardía an sich. (MX 680)
Matt, Aruula, Ezra und der Visores Hagwaard schlossen sich einer Verfolgungstruppe an. In den roten Seen kam es zur Schlacht der Heiligen: Die Schwertmaid stellte sich mit verheerender Kampfkraft und tötete Rose und mehrere Visores, während die Heiligen Loosha und Mirandarr fielen. Aruula erblickte unter dem Schleier der Maid einen metallenen Visor anstelle von Augen. (MX 680)
Matt, Aruula, Ezra und Hagwaard verfolgten die Schwertmaid weiter ins Reich der Fäden und überwältigten die Heiligen Raneisha und Ophalita, die die Lebensgeschichte der Schwertmaid als Ahnoa offenbarten. (MX 680)
Währenddessen stellte sich heraus, dass Ezra dem Trinkwasser heimlich Grauzeug beigemischt hatte. Bei der Untersuchung einer großen Menge erbeuteten Grauzeugs entdeckte Aruula, dass die Substanz auf ihre telepathischen Fähigkeiten reagierte. Sie vermutete, dass Grauzeug eine uralte Form von Bionetik sein könnte. (MX 680)