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Überblick
Name: Sombriffe
Vorname: Jonpol
Geschlecht: Männlich
Haarfarbe: grau
Augenfarbe: dunkel
Stimme: melodisch
Herkunft: Cajuuns
Gruppierung: Truveer, Cajuun
Volk: Mensch
Aufenthaltsort: Waashton


Jonpol Sombriffe gibt an, ein Truveer aus Nuu'oleens zu sein. (MX 27) Seine eigentliche Heimat sind jedoch die Cajuuns. (HC 26) Im Alter ließ er sich am Rand von Nuu'oleens nieder, um angehende Truveers auszubilden, und übernahm dabei zugleich die Verwahrung der vier mythischen Instrumente, die der Gilde der Truveers als Schatz gelten. (MX 685)

Beschreibung

Jonpol Sombriffe hat bronzefarbene Haut, scharfe Gesichtszüge, dunkle Augen, langes, schwarz glänzendes Haar und eine melodische Stimme. Seinen Vornamen spricht er weich aus, eher wie Jean Paul. In seiner Ahnenreihe finden sich vermutlich Cajuns und Afroamerikaner. (MX 27) Im Alter ist sein Haar grau meliert geworden, und er trägt einen ungepflegten Bart, wirkt insgesamt aber für einen Mann zwischen fünfzig und sechzig immer noch rüstig. (MX 685)

Er spielt Panflöte und ein Saiteninstrument, eine Art primitive Laute, und beherrscht die Kunst der Masique. (MX 27) Seine Masique ist außergewöhnlich stark; er kann damit Tiere beruhigen und sogar Menschen in eine Art Hypnose versetzen. (MX 41) Er wurde von seinem Meister Magrebo auch in einer Aeoline unterrichtet. (HC 26) Im Alter führt er meist eine metallene Flöte ähnlich einer Tin Whistle sowie eine sorgfältig in ein Tuch gewickelte Mundharmonika mit sich; mit ihrer Hilfe kann er sich für umstehende Personen geradezu unsichtbar machen, indem er ihre Aufmerksamkeit so lenkt, dass sie ihn vergessen, sobald er das Instrument absetzt. (MX 685)

An seiner rechten Hand trägt Jonpol eine Reihe von Ringen, mit denen er beim Reden klimpernd Musik erzeugt. Einer dieser Ringe lässt sich aufdrehen und enthält eine giftgrün glänzende Spitze; das damit verabreichte Mittel betäubt augenblicklich, lässt das Opfer fast bewegungsunfähig werden und kann andere aus dem Bann fremder Masique reißen. Sombriffe hat dieses Mittel nach eigener Aussage schon mehrmals gegen Opfer manipulativer Truveer eingesetzt. (MX 685)

Sein Reittier ist ein Aneetah, ein mutierter Ameisenbär, der groß genug ist, um einen Menschen zu tragen. (MX 27)

Jonpol ist ein begnadeter Erzähler und Unterhalter, der bei seinen Auftritten auch Elvis-Songs interpretiert und dabei dessen charakteristischen Hüftschwung imitiert. (MX 41) Er ist weit herumgekommen und verfügt über ein umfangreiches Wissen über die Legenden und die Geschichte der Nosfera. (MX 27) Mit dem Alter ist er noch hartnäckiger und wortreicher geworden; selbst gegenüber Vertrauten fällt es ihm schwer, eine Frage knapp zu beantworten, und er liebt fruchtlose Diskussionen um ihrer selbst willen. (MX 685)

Geschichte

Kindheit in den Cajuuns

Jonpol wuchs als eines von dreizehn Kindern der Familie Sombriffe in den Cajuuns auf, in der Sumpflandschaft der Toten Arme am Schwarzstrom. Seine Eltern waren Joaque und Cissé Sombriffe. Sein ältester Bruder war Grafitt, seine ältere Schwester Jasemine und sein älterer Bruder Grigoire. Weitere Schwestern waren Angèle, Linois und Vernice. (HC 26)

Sein Vater Joaque war ein gewalttätiger Alkoholiker, der ihn regelmäßig schlug. Dennoch galt Joaque als geschickter Fischer mit der besten Nase für Laichgründe weit und breit. Die Familie lebte vom Fischfang, den sie auf der Halbinsel Toumaux betrieb. Jonpol musste bereits im Alter von sieben oder acht Jahren mit auf Fischfang gehen. (HC 26)

Sein Kindheitsfreund war der Nosfera-Junge Patriis, mit dem er sich heimlich in den Nordsümpfen traf, obwohl Grafitt ihm den Umgang mit Nosfera verboten hatte. (HC 26)

Als Jonpol etwa zwölf Jahre alt war, wurde die Familienhütte durch einen Brand zerstört. Seine Eltern Joaque und Cissé sowie seine Schwestern Angèle und Linois kamen dabei ums Leben. Seine Schwester Vernice floh mit ihrem Freund Couste. (HC 26)

Nach dem Brand übernahm Grafitt die Rolle des Familienoberhaupts. Er verfiel jedoch dem Alkohol und verkaufte Jonpol schließlich an den Wanderhändler Tonio Lopess, um Schulden zu begleichen. (HC 26)

Bei Tonio Lopess

Tonio Lopess war ein kleiner, dickbäuchiger Mann mit Stimmungsschwankungen, der selbst dem Alkohol zusprach. Er handelte mit Fuusel, Haarpflegemitteln, Potenzmitteln, Süßigkeiten und farbenfroher Kleidung. Jonpol musste als Handlanger bei den Handelsgeschäften arbeiten und lernte dabei das Kaufmannshandwerk. (HC 26)

Lopess besaß einen Aneetah namens Grigio als Reittier. Nach etwa zwei Jahren tötete der etwa sechzehnjährige Jonpol seinen Herrn, um seine Freiheit zu erlangen, und flüchtete nach Nuu'oleens. (HC 26)

Ausbildung zum Truveer

In Nuu'oleens wurde Jonpol von Schergen, sogenannten Kaaniks, angegriffen und verlor das Bewusstsein. Der Truveer Magrebo rettete ihn und brachte ihn zu seiner Begleiterin Filiste. Magrebo erkannte Jonpols außergewöhnliches Talent für Masique und nahm ihn als Schüler auf. Zwei Jahre lang trainierte Jonpol mit Magrebo auf der Insel Tuur. (HC 26)

Magrebo lehrte ihn den Gesang, den Umgang mit der Aeoline, Masique-Techniken, Geduld und Meditation. Er warnte Jonpol jedoch auch vor der dunklen Seite der Masique, die als Waffe missbraucht werden konnte. (HC 26)

Während seiner Zeit in Nuu'oleens traf Jonpol auch seinen alten Freund Patriis wieder, der vor Pogromen in den Cajuuns dorthin geflohen war. Patriis wurde sein wichtigster Verbündeter. (HC 26)

Befreiung von Nuu'oleens

In Nuu'oleens lernte Jonpol eine Frau namens Belldeour kennen und verliebte sich in sie. Er musste jedoch erfahren, dass Belldeour in Wirklichkeit seine Schwester Jasemine war, die sich einst mit der gesamten Barschaft der Familie davongemacht hatte. Jasemine hatte als Anführerin der Cuckoos die Herrschaft über Nuu'oleens an sich gerissen und tyrannisierte die Stadt. Sie war für Pogrome gegen die Nosfera verantwortlich. Ihr Bruder Grigoire saß im Cuckoos Cloud, der Zentrale des Clans in Jacs. (HC 26)

Gemeinsam mit den Truveers und Patriis stellte sich Jonpol seiner Schwester entgegen. Im entscheidenden Kampf besiegte er Jasemine mit Hilfe seiner zerstörerischen Masique und befreite Nuu'oleens von der Herrschaft der Cuckoos. Jasemine kam dabei ums Leben. (HC 26)

Reise mit Matthew Drax

Im Jahr 2517 traf Jonpol in Sylvaania erstmals auf Matthew Drax, der zu diesem Zeitpunkt allein auf dem Weg nach Waashton war. Jonpol hatte zuvor mit seiner Panflöte ein aggressives Rhiffalo beruhigt, das seinen toten Besitzer bewacht hatte. Er schlug Matt vor, ihn nach Phillia zu begleiten, wo es eine große Versammlung der Nosfera gab. (MX 27)

Während der gemeinsamen Reise erzählte Jonpol Matt die Legenden der Nosfera und berichtete vom Ruf des Blutes, der die Nosfera nach Phillia zusammenrief. Im Gegenzug erzählte Matt dem Truveer von seiner Herkunft und dem Kometen Christopher-Floyd. Jonpol war überzeugt, dass Matt von den Göttern geschickt worden war. (MX 27)

In Phillia wurde die Zusammenkunft der Nosfera jedoch durch fanatische Nosfera-Gegner überfallen, die ein Massaker unter den Nosfera anrichteten. Matt und Jonpol versuchten dies vergeblich zu verhindern. Jonpol versprach Matt, ein Lied über ihre gemeinsamen Erlebnisse zu schreiben. (MX 27)

Treffen in Memvess

Noch im gleichen Jahr begegneten Matt und Aruula Jonpol in Memvess, wo die Truveer sich versammelt hatten, um Elvis' Todestag bei der sogenannten Himmelfahrts-Show zu feiern. Jonpol trug, wie seine Kollegen, einen der geckenhaften Overalls, in denen Elvis in den Siebzigern aufgetreten war. (MX 41)

Bei dieser Gelegenheit führte Jonpol sein Epos über die Abenteuer mit Matt in Phillia auf, gesungen zur Melodie von In the Ghetto. Matt war zufrieden mit dem Lied, auch wenn die tatsächlichen Geschehnisse kaum wiederzuerkennen waren. (MX 41)

Während des Treffens ermordete ein Serienmörder namens Shou Shmou mehrere Truveer. Dieser hatte sich in den Wahn hineingesteigert, die Truveer würden ihn persönlich mit ihren Spottliedern über die Figur Shou Shmou lächerlich machen. Als die Leiche von Magrebo im Kofferraum des Cadillacs auf der Bühne entdeckt wurde, identifizierte Jonpol seinen ehemaligen Meister. Er unterstützte Matt und Aruula bei der Aufklärung der Morde und stellte den überführten und mittlerweile völlig wahnsinnigen Mörder in einer Zelle mittels Masique ruhig. (MX 41)

Nach der Verhaftung von Shou Shmou feierten Matt, Aruula und Jonpol bei der Himmelfahrts-Show in der Pyramid Arena. Jonpol überredete Matt sogar, auf der Bühne den Elvis-Song Don't Be Cruel zum Besten zu geben. (MX 520)

Im weiteren Verlauf des Abends wurden Matt und Jonpol von Rev'rends unter der Führung von Rev'rend Punish entführt und in die Church of God in Christ gebracht, wo man sie als Dämonenjünger hinrichten wollte. Hinter dem Anschlag steckte Brischilla, die Freundin des inhaftierten Shou Shmou. Aruula konnte die Situation auflösen und die beiden befreien. (MX 520)

Weitere Reisen

Irgendwann im Verlauf seiner Reisen lernte Jonpol eine Nomadenfrau namens Judy kennen, die zuvor mit dem Jäger Tom zusammen gewesen war. Judy brannte mit Jonpol aus einem Camp durch. (HC 19)

Lehrtätigkeit in Nuu'oleens und der Diebstahl des Schatzes

Mit zunehmendem Alter ermüdete Jonpol an der Wanderschaft und ließ sich ein Stück außerhalb von Nuu'oleens nieder, um angehende Truveers zu unterrichten. Die Gilde übertrug ihm zugleich die Pflege und Verwahrung des sogenannten Schatzes der Truveers, vier Instrumente, die die Wirkung der Masique auf eine besondere Stufe heben: eine Syrinx, eine Kithara/Lyra, ein Glockenspiel und eine Haarma. Jonpol reinigte und stimmte sie über zwei Jahrzehnte und setzte sie nur zu besonderen Anlässen ein. (MX 685)

Unter seinen Schülern befand sich der ehrgeizige, taktisch begabte Leroy, den Jonpol für seine Hingabe schätzte und mit Strategiebüchern und Geschichten über große Schlachten versorgte. Als Leroy einmal davon sprach, die Truveers könnten mit der Masique über die Erde herrschen, versohlte Jonpol ihm in der Küche seines Hauses mit einer Holzrute den Hintern. Wenig später drang Leroy jedoch in einer Nacht in Jonpols Schlafkammer ein, betäubte ihn mit einem in Moonsaft getränkten Trunk, entwendete den Schatz aus einer Truhe neben dem Bett und floh. Auf Jonpols Anweisung schickte die Gilde Beschreibungen Leroys an alle Truveers; trotzdem blieb der Diebstahl rund vier Jahre lang ungeklärt, bis der Truveer Francrosse Leroy in Noorweje entdeckte. (MX 685)

Reise nach Waashton

Knapp vier Jahrzehnte nach den Ereignissen in Phillia reiste Jonpol Matt und Aruula hinterher, weil er ihre Spur kurz nach ihrem Aufenthalt in Nuu'oleens aufnahm. Die mehrmonatige Reise führte ihn schließlich nach Waashton, wo er sich in der Schänke Hierissesgut bei der Bedienung Gans als Stammgast einrichtete und auf die beiden wartete. Bei einer Wirtshausrauferei rettete er Matt und Aruula im entscheidenden Augenblick mit einer Melodie auf seiner Tin Whistle, die die drei Angreifer in einen entwaffnenden, friedfertigen Zustand versetzte. Anschließend offenbarte er sich Matt als alter Bekannter und bat ihn, mit Aruula nach Noorweje zu reisen, um den Schatz von Leroy zurückzuholen. (MX 685)

Über Matt verhandelte Jonpol mit General Aran Kormak vom Weltrat eine Passage nach Euree und zurück; im Gegenzug verpflichtete sich die Gilde der Truveers für sieben Jahre, mit ihrem weltweiten Informationsnetzwerk dem Weltrat zuzuarbeiten, ohne förmlich als dessen Agenten zu dienen. (MX 685)

Reise nach Aalsuund

Mit einem Großraumgleiter der Dark Force wurde Jonpol gemeinsam mit Matt, Aruula und dem Amphibienpanzer PROTO über den stürmischen Atlantik nach Noorweje geflogen. Die ruckartige Atlantiküberquerung bekam Jonpol schlecht; er verbrachte einen Großteil des Flugs in der Nasszelle und kommentierte sein Befinden mit französischen Flüchen und der wiederkehrenden Bemerkung Ich sterbe. In den Sumpfgebieten zwanzig Kilometer südlich der Insel Aalsuund (dem ehemaligen Ålesund) abgesetzt, schlugen sich die drei mit PROTO bis zur Küste durch. (MX 685)

In Aalsuund traf Jonpol im Wirtshaus Schiefer Troll seinen Gildenkollegen Francrosse wieder, der ihm Leroys neue Machtposition in der Gemeinde Loom schilderte: Leroy nannte sich dort Nøkken, regierte als angeblicher Gottgesandter mit Hilfe der Masique, ließ sich von einem riesenhaften Troll und einer alten Hexe begleiten und sammelte bereits Krieger für eine Eroberung Noorwejes. Während Aruula in Aalsuund einer rothaarigen Kriegerin auf eigene Rechnung folgte, blieb Jonpol bei Matt zurück. (MX 685)

In Loom

Verkleidet mit Ruß im Bart und einem künstlichen Bauch näherte sich Jonpol an Matts Seite der von dreifachen Palisaden gesicherten Siedlung Loom am Fluss Taa. Er verschaffte ihnen unter anderem mit einem kurzen Lied an den Toren Einlass und beobachtete an Matts Seite Leroys nächtliche Rechtsprechung an der Stabkirche der Gemeinde, bei der ein angeblicher Gottesleugner verbrannt wurde. Als Matt selbst der Macht von Leroys Masique erlag und im Begriff war, eine Fackel zu schleudern, stach Jonpol ihm seinen Giftring in den Nacken, brachte ihn so aus der Trance und verbarg ihn in der Scheune eines Wirtshauses, bis das Mittel ausgeschwitzt war. (MX 685)

Am folgenden Abend, als Leroy eine Frau und ihre beiden Kinder als Hexe verbrennen lassen wollte, trat Jonpol vor der versammelten Bevölkerung Looms aus der Menge, gab sich zu erkennen und forderte seinen ehemaligen Schüler zum traditionellen Zweikampf der Truveers heraus, dessen Einsatz der Schatz sein sollte. Mit einer einfachen Metallflöte gegen Leroys vier Schatz-Instrumente konterte er Stunde um Stunde dessen Masique. Erst als Leroy ein fünftes, von Jonpol nicht erwartetes Instrument hervorzog – eine Stradivari-Violine, die er aus einem Bunker in Fraace entwendet hatte –, fiel Jonpol bedenklich zurück; ringsum starben mehrere Loomer an der Wirkung der Masique. Erst als Haakon, der missgestaltete Sohn der alten Smille (von Leroy stets Troll gerufen), sich auf die Seite seiner Mutter und Matts schlug und Leroy mit bloßen Händen die Schädeldecke zerdrückte, war das Duell entschieden. (MX 685)

Anschließend versorgten Jonpol und Matt die ganze Nacht hindurch die Verletzten Looms, die ohne Leroys Masique aus ihrer Trance erwachten. Jonpol bekam den geraubten Schatz vollständig zurück und nahm zusätzlich die zerbrochene Stradivari an sich, mit dem Vorsatz, sie zu reparieren und nur noch zum Guten einzusetzen. (MX 685)

Rückkehr nach Aalsuund und Heimreise

Mit dem von Leroy verschonten Mädchen Kaarn und ihren beiden Kindern verbrachten Jonpol und Matt einige Tage in Loom; Kaarn bot beiden ihre Gunst an, und Jonpol nahm das Angebot mit deutlichem Vergnügen an. (MX 685)

Anschließend kehrte er mit Matt nach Aalsuund zurück, wo Aruula nach ihrem eigenen Abenteuer in Doggarland im Schiefen Troll zu ihnen stieß. Jonpol bestätigte ihr, dass er den Schatz wieder in seinem Besitz habe, und kündigte ein Lied über die gemeinsame Heldentat an. Da der Weltrat noch am selben Abend einen Gleiter zur Abholung schickte, blieb für die Aufführung jedoch keine Zeit; Jonpol kehrte gemeinsam mit Matt, Aruula und PROTO nach Waashton zurück. (MX 686)