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Das Maddraxikon bedankt sich bei allen Teilnehmenden des diesjährigen Fantreffens für das tolle MADDRAX-Event! Wir sehen uns zur großen Jubiläumsfeier im November!

SANDOR II war ein subterranes Forschungslabor der SANDOR CHEMICALS im Kleinen Meer in der Schweiz. (MX 7)

Beschreibung

Die Station ruhte auf verrosteten, in den morastigen Seegrund gerammten Metallträgern, die mit Algen überwuchert waren. An der Frontseite prangte die Aufschrift SANDOR II. (MX 7)

Aufbau

SANDOR II war in einen unteren und einen oberen Bereich gegliedert. Der untere Bereich bestand aus Fertigbauelementen und beherbergte die Privatquartiere mit Schlafräumen und persönlichen Einrichtungen sowie einen Lagerraum. Von dort führte eine Aluminiumleiter zum oberen Bereich empor. (MX 7)

Der obere Bereich bestand aus transparenten Kunststoffkugeln, die sich in drei Ebenen übereinander stapelten. In diesen Sphären befanden sich die Labors sowie die Kommandozentrale in der obersten Ebene. Die Schaltzentrale war mit Computerterminals, drehbaren Schalensesseln und in Deutsch und Französisch beschrifteten Mess- und Regelanzeigen ausgestattet. Zudem verfügte die Station über steuerbare Außenscheinwerfer, die den See auf fünfzig Meter in gleißende Helligkeit tauchen konnten. (MX 7)

Zugänge

Andockrampe

Die Station besaß eine Andockrampe, über die eine Luftschleuse erreicht werden konnte. Diese Schleuse ließ sich nur mittels Magnetkarte und neunstelligem Zahlencode öffnen. (MX 7)

Notausstieg

Daneben gab es einen manuellen Notausstieg an der Unterseite der Station: eine runde Luke mit Handrad, die über eine dunkle Röhre zu einer inneren Schleuse mit einem weiteren Handrad führte. (MX 7)

Mini-U-Boot

An der Andockrampe lag ein kleines U-Boot - ein Zweimannschiff mit einer Plexiglaskuppel. Es diente den Wissenschaftlern als Verbindung zum Seeufer. Nach der Kometenkatastrophe fuhren Schessler und Henke damit ans Ufer, um das Ausmaß der Zerstörung zu erkunden. Als Matthew Drax die Station über fünfhundert Jahre später entdeckte, war die Plexiglaskuppel des U-Bootes bereits zersprungen. (MX 7)

Sicherheitssysteme

Die einzelnen Kuppelelemente konnten im Notfall durch massive Plexiglasscheiben vollständig voneinander getrennt werden. Diese automatische Abschottung wurde von einer weiblichen Computerstimme angekündigt. Beschädigte Komponenten konnten herausgelöst und durch neue Kuppeln ersetzt werden. (MX 7)

Bei schwerer Beschädigung (ab sechzig Prozent) wurde eine Separation initiiert: Die Kuppelelemente trieben auseinander, die Beleuchtung schaltete auf Notstrom um. Geflutete Kugeln sanken zu Boden, während intakte Hüllen durch ihren Luftinhalt automatisch zur Wasseroberfläche aufstiegen. (MX 7)

Energieversorgung

Die Energie stammte von einem autark arbeitenden Wasserstoffreaktor, der auch nach über fünfhundert Jahren noch für Energie, Atemluft und keimfreie Luftversorgung sorgte. Die Lebenserhaltungssysteme wurden auf Automatik gestellt, was den langfristigen Betrieb ohne Besatzung ermöglichte. (MX 7)

Geschichte

Errichtung und Forschung

Das Labor wurde 2008 vom Schweizer Chemiekonzern Sandor Chemicals errichtet, um Genexperimente unter hermetisch isolierten Bedingungen durchzuführen. Zu den Projekten zählten die Entwicklung von amphibischen Lebensformen für eine Besiedlung der Ozeane sowie Mittel für Lebensverlängerung und Zellrekonstruktion – Forschungen, die auf der Internationalen Ethikkonferenz von 2005 geächtet worden waren. Sandor Chemicals wollte sich einen wissenschaftlichen Vorsprung verschaffen, in der Erwartung, dass die rechtlichen Einschränkungen in absehbarer Zeit aufgehoben würden. (MX 7)

Kometenkatastrophe und Ende

Durch die Kometenkatastrophe im Jahr 2012 kam es zu Erdbeben, die einen Wassereinbruch in den unteren Labors verursachten. Die automatischen Abschottungssysteme funktionierten zwar einwandfrei, doch ein dritter Wissenschaftler, Doktor Kastner, ertrank in der gefluteten Kuppel. (MX 7)

Die beiden verbliebenen Wissenschaftler, Professor Ernst Schessler und Doktor Markus Henke, bestatteten ihren Kollegen im See. Nach einer Wartezeit von zwei Wochen fuhren sie mit dem Mini-U-Boot ans Seeufer, wo sie das ganze Ausmaß der Katastrophe erkannten. Sie beschlossen, sich auf die Unterwasserbasis zurückzuziehen. (MX 7)

Die Einsamkeit und schwindenden Nahrungsvorräte raubten ihnen den Lebensmut. Im Januar 2013 nahmen sich Schessler und Henke durch Giftinjektionen das Leben. Zuvor stellten sie die Lebenserhaltungssysteme auf Automatik, um späteren Besuchern die Möglichkeit zu geben, den Stationsbetrieb wieder aufzunehmen. (MX 7)

Während des Chaos nach dem Kometeneinschlag waren vermutlich einige Züchtungen in den offenen See entkommen. Aus einer dieser Versuchskreaturen entwickelte sich möglicherweise Lemarr, dessen jahrhundertelange Existenz auf die Fähigkeit der Zellrekonstruktion zurückzuführen sein könnte. (MX 7)

Wiederentdeckung durch Matthew Drax

Anfang Mai 2516 entdeckten Matthew Drax und Aruula die Station auf dem Grund des Kleinen Meeres, nachdem Matt während eines Unterwasserkampfes mit Lemarr Lichter auf dem Seegrund bemerkt hatte. Mit Hilfe einer Tauchglocke tauchten sie zur Station hinab. (MX 7)

Matt fand die Andockrampe mit dem U-Boot, dessen Plexiglaskuppel jedoch zersprungen war. Er konnte die Luftschleuse dahinter nicht öffnen, entdeckte aber den manuellen Notausstieg an der Unterseite. Gemeinsam mit Aruula gelang es ihm, die verrostete Außenluke zu öffnen und über die Schleusenröhre ins Innere der Station vorzudringen. (MX 7)

Im unteren Bereich fanden sie einen Lagerraum. Über die Aluminiumleiter stiegen sie in den oberen Kuppelbereich auf. In der obersten Sphäre fand Matt die Kommandozentrale und die mumifizierten Leichen von Schessler und Henke, die in ihren Schalensesseln zusammengesunken waren. Die keimfreie Luftversorgung hatte den Zersetzungsprozess stark verlangsamt. (MX 7)

Über das Computerterminal konnte Matt die Stationsbeschreibung, die Forschungsprojekte und das Logbuch abrufen, da die Sicherheitsbarrieren von Schessler und Henke außer Kraft gesetzt worden waren. (MX 7)

Zerstörung

Lemarr griff die Station an und hämmerte mit seiner gepanzerten Schwanzspitze auf die Kuppeln ein. Der über Jahrhunderte spröde gewordene Kunststoff, der dem gleichmäßigen Wasserdruck standgehalten hatte, erwies sich bei punktueller Gewalteinwirkung als sehr anfällig. Nach dem Bruch der ersten Kuppel auf Ebene Zwei wurde die automatische Abschottung initiiert. Innerhalb weniger Minuten zerbrachen zwei weitere Kuppelhüllen. (MX 7)

Bei sechzig Prozent Beschädigung leitete das System die Separation ein: Die Kuppelelemente trieben auseinander und wurden vom Reaktor getrennt. Die gefluteten Kugeln versanken im Seegrund, während die intakten Sphären zur Wasseroberfläche aufstiegen. Lemarr verfolgte die aufsteigenden Kugeln und zerstörte zwei von ihnen. Die oberste Kugel mit der Kommandozentrale, in der sich Matt und Aruula befanden, erreichte die Wasseroberfläche, wobei sich Lemarr mit seiner Schnauze in der Schleusentür verkeilte. Matt und Aruula konnten die Kuppel verlassen und wurden gerettet. (MX 7)