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(Weitergeleitet von Potomac River)

Der Potomac oder Potomac River ist ein Fluss im Osten von Meeraka, der von seinem Ursprung in West Virginia nach etwa 616 km in die Chesapeake Bay mündet. An seiner Mündung liegt Waashton. (MX 29)

Beschreibung

Das Einzugsgebiet des Potomac umfasst vier ehemalige Bundesstaaten und Waashton. Seine beiden Quellflüsse vereinigen sich bei Cumberland im westlichen Maryland. Der Fluss bildet in seinem Verlauf Teile der natürlichen Grenzen zwischen Maryland, West Virginia, Virginia und dem District of Columbia. Bevor er in die Chesapeake Bay mündet, erreicht der Fluss eine Breite von fünf bis sieben Meilen. Die Stadt Waashton liegt an der Mündung des Anacostia River in den Potomac. Obwohl die Stadt früher weit über die Flüsse hinausragte, befinden sich jetzt die bewohnten Gebiete innerhalb dieser natürlichen Grenzen. (MX 29)

Im Mündungsgebiet des Potomac liegt außerdem die Hauptstadt der Mar'osianer Neu-Martok'shimre. (MX 295)

Im Verlauf des Potomac sind ausgedehnte Mündungsabschnitte zu beobachten, in denen sich gewaltige Wassermassen über einen Wasserfall ins Meer ergießen. Dem Wasserfall vorgelagert ragen die algenüberwachsenen Reste einer ehemals mächtigen Rundbrücke aus dem Wasser, daneben rostende Autowracks. (MX 286)

Quellgebiet

Das Quellgebiet liegt am Fairfax Stone in Preston County, West Virginia.

Waashton am Potomac

Waashton erstreckt sich am Ostufer des Potomac; westlich des Flusses liegen der ehemalige Stadtteil Arlington, der Pentagon-Bunker und der Arlington-Friedhof. (MX 31, MX 37, MX 533)

Die Stadtmauer Waashtons verläuft am Ufer entlang. Im Süden überspannt die hölzern vergeländerte Theodor-Roosevelt-Brücke den Fluss; sie führt vom südlichen Stadttor nach Arlington hinüber. Etwa sechs bis sieben Meilen flussaufwärts überquert die Cabin John Bridge – eine alte Interstate-Brücke, die rund 140 Jahre nach der Kometenkatastrophe notdürftig repariert wurde und seither von Efeu und Kletterpflanzen wie ein Skelett überwuchert wird – den Potomac. Im Westen Waashtons gibt es zudem das Tor zum Potomac mit Marktplatz sowie einen geheimen Mauerdurchschlupf nahe einem flussbegleitenden Auenwald. (MX 37, MX 228, MX 354, MX 533)

Am Westufer befindet sich eine befestigte Anlegestelle mit Landungsbrücke. Schiffsverkehr aus Fischerbooten, Lastkähnen und Seglern wie der EUSEBIA kreuzt regelmäßig auf dem Fluss. Unterhalb einer der Stadtbrücken liegt ein verfallenes Hafengebiet, das nur noch teilweise genutzt wird. Im stadtnahen Bereich säumen außerdem das Armenviertel Goonshacks (das ehemalige Georgetown) sowie Kasernen das Ufer. Aus dem ehemaligen Bezirk Foggy Bottom reichen weitere Handelsviertel bis an das Becken des alten Tidal Basin heran, der als sicherer Stadthafen fungiert. (MX 32, MX 183, MX 228, MX 280, MX 642)

Unter der Stadtmauer Waashtons unterhalten die Hydriten einen verborgenen Beobachtungsposten Trockenbereich. Eine geflutete Kanalisation verbindet ihn mit dem Potomac, sodass die Fischmenschen unbemerkt aus dem Fluss zu- und abtauchen können. (MX 32, MX 286)

Fauna

Der Potomac beherbergt eine artenreiche, häufig mutierte Tierwelt. Verbreitet sind die etwa drei Meter langen, dreiäugigen Kaimare, deren gepanzerter Körper und rasiermesserscharfes Gebiss sie zu gefürchteten Räubern macht. Daneben treten mutierte Plattfische in Schwärmen von mehreren hundert Tieren auf und vermehren sich nach harten Wintern stark. Hinzu kommen bis zu zwei Meter lange Schlangenkopffische und Shargatoren, in die sich auch Daa'muren zeitweise verwandeln können. Im Winter wird der Fluss von Eisfischern befischt. (MX 37, MX 286, MX 295, MX 533, MX 642)

Geschichte

Vor der Kometenkatastrophe

In früheren Zeiten besaß man vom John F. Kennedy Center for the Performing Arts einen weiten Blick auf den Potomac Parkway und den Fluss; die Anlage stand im Südteil Washingtons in einer Parkanlage. Östlich des Flusses lag im Bereich des Tidal Basin der West Potomac Park. (MX 31)

Erste Jahre nach der Kometenkatastrophe

In den ersten Monaten nach dem Kometenabsturz war der Potomac über weite Strecken zugefroren und tief verschneit; die Bewohner schmolzen Eisbrocken als Trinkwasser. Am östlichen Ufer ließ sich der Wu-Tang-Clan in den Trümmern der ehemaligen Andrews Air Force Base nieder und nutzte das Wrack einer B-52 als Unterschlupf. Eine zweite Gruppe um Spencer Laramy bezog jenseits des Flusses den ehemaligen PanAm-Terminal des Washington National Airports. Eine dritte Gruppe um Amoz lebte in den Ruinen östlich eines Highways, der die alte Air Force Base von den südlich gelegenen Wohnvierteln trennte. Über das gefrorene Flussbett verband eine Späherkette die drei Stützpunkte. Ratssitzungen fanden in den Hafenruinen am Potomac statt. (HC 2)

Spätere Ereignisse

Im Februar 2517 wurde Matthew Drax in einer Eisangler-Szene am Tidal Basin Zeuge, wie ein gut Dutzend Jugendlicher ein mehrere Meter langes, dreiäugiges Reptil aus dem Eis zogen; Drax tötete das Tier mit einem Driller, um die Jäger zu retten. (MX 31)

Wenige Tage später wurde Drax im Foggy-Bottom-Viertel von den Hydriten Mer'ol und Bol'gar in die Kanalisation gezerrt und auf ihren versteckten Beobachtungsposten direkt unter der Stadtmauer am Potomac gebracht. Dort lernte er die Beobachterin Bel'ar kennen. Anschließend ertränkten ihn die Hydriten in fünf Metern Tiefe im Fluss vor den Stadttoren – allerdings hatten sie ihm zuvor heimlich Halskiemen implantiert, sodass er die Wasseratmung überlebte. (MX 32)

Am 1. Juni 2517 kam es zu einem Vorfall an der Theodor-Roosevelt-Brücke: Während der Running Men-Agent Philipp Hollyday gemeinsam mit Drax in einem 3-MAT-Panzerwagen über die Brücke fuhr, manipulierten die Rebellen das Tor und ließen das Fahrzeug ins Wasser stürzen. Drax überlebte dank seiner implantierten Kiemen, wurde am Flussgrund von Kaimanen angegriffen, die jedoch zurückwichen, und schwamm flussabwärts in das mannshohe Kanalisationsrohr, das zum Beobachtungsposten der Hydriten führte. WCA-Captain Lynne Crow untersuchte den Vorfall am Brückentor. (MX 37)

Während der Belagerung Waashtons durch die dreizehn Rev'rends um Rev'rend Blood beschossen die Belagerer die Stadt vom Westufer des Potomac mit Kanonen und Dampffanfaren. Das Segelschiff EUSEBIA der Honeybutt-und-Mr. Black-Gruppe lief in der Abenddämmerung von der Ostküste kommend am Potomac vor Waashton ein. (MX 183)

Rund zwei Jahre später lag die EUSEBIA noch immer am Potomacufer vor Anker. Auf den Wehrgängen der westlichen Stadtmauer wurde die Verfolgung eines bocksköpfigen Wesens durch Rev'rends auf Motorrädern entlang der östlichen Flussböschung beobachtet; der Dämon erreichte schließlich die Cabin John Bridge. Auf dem Fluss kaperte er zuvor ein Fischerboot und versenkte es. (MX 228)

Während der Angriffe einer fremden, schleimartigen Kreatur auf Waashton zogen sich Trashcan Kid und seine Gefährten zum Schutz unter eine Brücke am Potomac zurück. Späher meldeten, dass sich die Kreatur auf dem Weg zum Pentagon im Wasser des Flusses regenerierte. In Waashton wurde ein Fluchtschacht zum Potomac diskutiert, um den Bunker im Notfall verlassen zu können; auch die Gaststätte Potomac View der Wirtin Mary Harris wurde in dieser Zeit erwähnt. (MX 243, MX 245)

Nach der Niederlage Crows (Kroow) hielt sich dieser zwei Wochen lang in einer Höhle am Grund des Potomac versteckt, um zu genesen. Schwärme mutierter Plattfische griffen ihn dort wiederholt an, weshalb er Richtung Mündung wanderte. Vor der Mündung ankerte die Reenscha-Fregatte mit Jenny Jensen und Sir Leonard Gabriel; Crow plante, mit dem Schiff den Potomac hinauf nach Waashton zu fahren. (MX 280, MX 295)

Im selben Zeitraum nutzten die Mar'osianer um die Hydritin E'fah den Potomac als Zufahrtsweg: Mit einer Transportqualle tauchten sie aus dem Fluss auf, überfielen ein etwa zwei Schwimmstunden flussaufwärts von Waashton auf einem Hügel gelegenes Dorf und entführten Menschen. Quart'ol gelangte mit einer Qualle bis zum Dorf, sprang vom Felsen in den Potomac und floh am Flussgrund. Hydriten verfolgten eine Mar'os-Qualle im Kelpwald vor Waashton und anschließend auf einem breiten Zufluss des Potomac. (MX 286)

Ende Juli 2528 kam bei einer Kontrolle durch Jellos Marisar ums Leben; Dirty Buck, Trashcan Kid und Loola konnten mit ihren Motorbikes entkommen. Wenige Stunden später wurden inhaftierte Bürger aus dem Umerziehungslager auf der anderen Seite des Potomac befreit und entkamen mit Booten über den Fluss. Die Brücke selbst wurde zeitweise von Jellos Truppen besetzt. (MX 354)

Im Winter 2528 zogen zwei Eisfischer die treibende Leiche des SIS-Agenten Alexander Canning aus dem nur randlich zugefrorenen Potomac; er war mit einer Drahtschlinge erdrosselt worden. Im selben Winter überquerte Steve Waters mit einem Jeep die Theodor-Roosevelt-Brücke und erinnerte sich an Drax' Sturz mit dem 3-MAT elf Jahre zuvor. (MX 533)

In Waashton verfolgten Nosfera-Trupps zu beiden Seiten des Potomac zwei als Shargatoren schwimmende Daa'muren - Grao und Ira -, die sich beim Sprung ins Wasser verwandelt hatten und flussabwärts Richtung Atlantik zogen (Operation Mabuuse). Im stadtnahen Hafenbecken trieben zudem zwei Leichen im stehenden Wasser, die nicht aus der Strömung stammten. (MX 642)