Serrak
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Serrak († 2556), geboren als Nikolai, war ein Nosfera aus Ruland. Auf der Jungfernfahrt des Trans-Meeraka-Express gab er sich als der Arzt Dr. Thadd Finch aus. (MX 695)
Beschreibung
Serraks Haut war bräunlich, trocken und rissig, sein Schädel vollständig kahl. Seine Knochen waren so leicht wie die eines Vogels und verliehen ihm eine unheimliche Agilität. Im Dunkeln sah er so scharf wie ein Mensch im Mittagslicht, sein Gehör war ausgesprochen fein. Seine Augen leuchteten bernsteinfarben. (MX 695)
Der Verfall hatte in seiner Jugend eingesetzt. Damals wurde seine Haut graublau und brüchig, seine Haare fielen büschelweise aus, er hustete schwarzes Blut, und schon ein einzelner Sonnenstrahl verbrannte ihm die Haut. (MX 695)
Nach der Behandlung durch Toma'bar ertrug Serrak das Sonnenlicht und musste kein Blut mehr trinken. Seine telepathischen Kräfte reichten aus, um mehreren Menschen gleichzeitig Trugbilder in den Verstand zu pflanzen und einzelne vollständig zu beherrschen. Das Weben dieser Illusionen zehrte allerdings an seiner eigenen Substanz. (MX 695)
Sein Orden hatte ihn am Degen ausgebildet. (MX 695)
Geschichte
Herkunft und Flucht
Nikolai wurde als Säugling von seinen leiblichen Eltern auf der Türschwelle des Rulanders Dimitri abgelegt und von diesem aufgezogen. Sechzehn Jahre später brachte Dimitri ihn bei Nacht an den Ortsrand und verstieß ihn, weil er im Dorf nicht länger sicher war. (MX 695)
Nikolai floh nach Westen und versteckte sich auf Frachtkarren und Flussschiffen. In Doyzland nahm ihn die blinde Witwe Härtaa auf einem Gehöft nahe Laabsisch auf, für die er im Haus und auf dem Hof arbeitete. Als die Dorfbewohner ihn für einen Dämon hielten, gab sie ihm eine Karte zu einem abgelegenen Kloster im Erzgebirge und schickte ihn fort. (MX 695)
Im Orden
Nach zwei Jahren im Kloster gaben ihm die Ältesten des Ordens den Namen Serrak. Jagdzüge erlaubte der Orden nur in Gruppen und unter Aufsicht eines Meisters. (MX 695)
Bei einem unerlaubten nächtlichen Jagdzug überfiel Serrak gemeinsam mit Juuri eine Kutsche. Der Kutscher erschoss Juuri, Serrak enthauptete ihn und tötete anschließend die beiden Reisenden im Wageninneren. Bei ihnen fand er eine Passagierliste für ein Frachtschiff im Hafen von Ambuur. Statt ins Kloster zurückzukehren, setzte er damit nach Meeraka über. (MX 695)
Super-Nosfera
Im Untergrund von Waashton knüpfte Serrak Kontakte zu anderen Nosfera. Jahre später erfuhr er von einer verborgenen Inselenklave, in der Toma'bar Nosfera behandelte. Er unterzog sich der Prozedur und ging als Super-Nosfera daraus hervor. (MX 695)
Serrak schloss sich Clauzers Kommando an und nahm am Sturm der Nosfera auf Waashton teil. Nach der Niederlage lebte er monatelang im Untergrund. Dort stieß er auf eine Zelle von MAGMA, deren Ziele seinen Rachegelüsten entsprachen. Die Terroristen hielten ihn für zu mächtig und unberechenbar und verstießen ihn. Seitdem hasste er neben dem Weltrat auch MAGMA und deren Anführer Miidas Patroulaakis. (MX 695)
Anschlag auf den Trans-Meeraka-Express
2556 wählte Serrak die Jungfernfahrt des Trans-Meeraka-Express als Ziel. Er wollte die Passagiere mit Trugbildern in den Wahnsinn treiben und bei der Ankunft in Oklahoma City den Lokführer übernehmen, um den Zug als Waffe zu benutzen. Für die viertägige Fahrt ließ er sich von einem Maskenbildner am Theater in Waashton, den er in seinen Bann zog, eine künstliche Epidermis entwickeln. (MX 695)
In der ersten Nacht der Fahrt ängstigte er Toorman Greev mit Trugbildern zu Tode. In den folgenden Tagen suchte er unter anderem Matthew Drax, Aruula, Takoda, Nayya, den Heizer Obriaan, den Tuchhändler Seean und die Katatze Bastet mit Halluzinationen heim. Seean sprang aus dem fahrenden Zug, Obriaan versuchte den Dampfkessel zu überhitzen. (MX 695)
Die anhaltenden Angriffe zehrten an Serraks Kräften, und die künstliche Haut wurde brüchig. Als Matthew Drax und Aruula sein Abteil aufbrachen, zwang er Drax, die Waffe fallen zu lassen, und Aruula, das Schwert gegen ihren Gefährten zu erheben. Aruula widerstand dem Zwang, und Serrak floh durch das Fenster auf das Zugdach. (MX 695)
Auf einem Viadukt über dem Arkansas River stieß Serrak Drax in die Lücke zwischen zwei Waggons und lähmte Aruula mit dem Trugbild einer riesigen Taratze. Drax hangelte sich zurück auf das Dach und warf sich von hinten gegen ihn. Serrak stürzte zwischen die Waggons und wurde von den Rädern des Zuges zermalmt. (MX 695)