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Bei den Jägern des Nordens kennt und liebt man die ''Legende vom Weißen Mol''. Der Weiße Mol gilt als ein Freund der Menschen, ein Heiliges Tier und Gesandter der Götter. Nur besonders Auserwählten zeigt er sich. Der Suchende muss sich in strenger Askese üben und reinen Herzens sein und sich vielen Prüfungen stellen. Wenn der Weiße Mol den Auserwählten dann für würdig befindet, erleuchtet er ihn, und fortan wird er ein großer Anführer sein, der andere beschützt und sieben mal sieben fruchtbare Jahre erleben wird. <small>([[Quelle:HC012|HC 12]])</small> | Bei den Jägern des Nordens kennt und liebt man die ''Legende vom Weißen Mol''. Der Weiße Mol gilt als ein Freund der Menschen, ein Heiliges Tier und Gesandter der Götter. Nur besonders Auserwählten zeigt er sich. Der Suchende muss sich in strenger Askese üben und reinen Herzens sein und sich vielen Prüfungen stellen. Wenn der Weiße Mol den Auserwählten dann für würdig befindet, erleuchtet er ihn, und fortan wird er ein großer Anführer sein, der andere beschützt und sieben mal sieben fruchtbare Jahre erleben wird. <small>([[Quelle:HC012|HC 12]])</small> | ||
Aktuelle Version vom 28. Februar 2026, 03:10 Uhr
| Überblick | |
|---|---|
Mol (eigene Darstellung)
© Bastei Lübbe | |
| Bezeichnung: | Mol |
| Familie: | Maulwurf |
| Lebensraum: | Erde |
| Vorkommen: | Euree, Meeraka |
| Hautfarbe: | schwarz |
Mols sind mutierte Riesenmaulwürfe. Sie sind Nachtjäger und sehr gefährlich für Menschen. (HC 12)
Beschreibung
Mols werden gut drei Meter groß und haben einen annähernd runden, unförmigen Körper. (MX 251) Sie sind von schwarzem Pelz bedeckt. (MX 60) An den Vorderpfoten besitzen sie mächtige Schaufelkrallen, die so lang wie Messerklingen sein können. (MX 60) Ihr Maul ist mit Reißzähnen bestückt, und ihr Körper ist sehr muskulös. Am Rücken besitzen sie eine besonders dicke Fettschicht. (MX 60)
Mols sind blind und auf ihren Geruchs- und Gehörsinn angewiesen. (MX 554) Aufgrund ihrer Blindheit hat sich die Redewendung blind wie ein Mol entwickelt. (MX 261) Sie sind stark lichtempfindlich und fürchten das Tageslicht. (MX 60) Mols verlieren jegliche Kontrolle, wenn sie Blut riechen. (MX 60) Sie können jedoch kranke oder sterbende Beute erkennen und weigern sich, diese zu fressen. (MX 60)
Ihre Schreie klingen fast menschlich und bewegen sich teilweise im Ultraschallbereich. (MX 251)
Sie sind Fleischfresser und graben gewaltige, weit verzweigte Höhlensysteme. (HC 12) Auf der Oberfläche bewegen sie sich ungeschickt auf ihren übergroßen Vorderpfoten fort, im Schlamm und unter der Erde können sie jedoch sehr schnell sein. (MX 60)
Mols weisen, wie Taratzen auch, rudimentäre Intelligenz auf. (MX 251) Sie sind nachtragend und fähig, Rache zu üben. Nach einer Jagd suchen sie gezielt nach den Menschen, die ihre Artgenossen getötet haben. (MX 60) Dabei zeigen sie taktisches Verhalten und fächern bei einem Angriff auseinander, um ihre Beute zu umzingeln. (MX 60) Sie zeigen auch Besorgnis um verwundete Artgenossen. (MX 60)
Symbiose mit Suchern
Mols leben in Symbiose mit den Suchern, hundegroßen Nagetieren, die auch Erdhörnchen genannt werden. (MX 60) Die Sucher sehen im Gegensatz zu den Mols sehr gut und machen die Beute ausfindig. Sie führen die blinden Mols mit einer Melodie aus schrillen Pfiffen, die sich steigert, wenn die Beute nahe ist, unfehlbar zum Ziel. (MX 60) Häufig weisen Erdhörnchen den Mols auch den Weg zur Beute. (HC 12)
Bekannte Unterarten
Eine bekannte Unterart, die sich eher in kalten Gebieten wohlfühlt, ist der Eisschaufler. (HC 12)
Wirtschaftliche Nutzung
Ein erlegter Mol liefert äußerst wertvolle Rohstoffe: Das Fell ist von einzigartiger Qualität und sehr begehrt, das Fleisch reichhaltig, und Fett und Knochen sind wertvoll für Seife, Salben und Heizmittel. (HC 12) Molfett wird auch zur Wundheilung eingesetzt. (MX 60)
Die Einwohner von Pootland haben eine Kunst aus der Mol-Jagd gemacht und leben von ihrem Fleisch, Fell und Knochen. Die Jäger nennen sich selbst Molunter. (MX 60) In einer Jagdsaison verdient ein Molunter mehr als ein Farmer in zehn Jahren, und die hohen Preise erklären sich daraus, dass die Jagd nur im Sommer möglich ist: Da Mols das Tageslicht fürchten, sind die kurzen Sommernächte nicht lang genug für eine Jagd in der Prärie, und so kommen die Mols in die Siedlungen, wo die Nahrung leicht zu finden ist. (MX 60)
Jagdtechnik der Molunter
Die Molunter warten getarnt auf Dächern. Für jeden Mol werden vier Harpunierer eingesetzt, ein fünfter bleibt in Reserve. Die Harpunen zielen auf Kopf und Rücken, wo die Fettschicht besonders dick ist, um die wertvollen Organe nicht zu verletzen. Mit den Harpunen wird der Mol hochgezogen, damit ihm der Bauch aufgeschlitzt werden kann und er ausblutet. (MX 60)
Bekannte Molunter sind der Anführer Peck und der Chefharpunierer Quee. (MX 60)
Gesellschaftlicher Status der Molunter
Obwohl die Molunter großen Wohlstand erlangen – viele ehemalige Molunter besitzen kleine Schiffsflotten –, sind sie in der Gesellschaft von Pootland nicht beliebt. Es gilt als schändlich, mit einem Molunter gesehen zu werden, und keine respektable Frau würde sich mit einem einlassen. Die Molunter müssen daher aus Matrosen, entflohenen Sklaven und Verbrechern rekrutiert werden. (MX 60)
Vorkommen
Mols sind in verschiedenen Regionen verbreitet. In Pootland kommen sie besonders im Sommer zur Jagd in die Stadt. (MX 60) In den nördlichen Regionen rund um Kiinton folgen sie gelegentlich den Wanderwegen der Carbukks und Deers. (HC 12) Auch in Euree, unter anderem in Britana, gibt es Mols. Nahe dem Hauptquartier der Demokraten in Landán gruben Mols ihre Gangsysteme. (MX 251) Auf dem Weg zwischen Sisco South und der Oase der Hundert wurde ein halbverwester Mol in einem verlassenen Haus gefunden. (MX 463)
In manchen Regionen gibt es jedoch keine Mols, wie etwa in den fernen östlichen Ländern, aus denen Aiko stammt. (MX 60)
Geschichte
Die Mol-Jagd in Pootland
Im Sommer kommen Mols regelmäßig nach Pootland, wo die Molunter sie jagen. Die Bewohner der Stadt werden von Crooches vor der Ankunft der Mols gewarnt und flüchten in Booten aufs Meer. Manche Bewohner halten die Mols für Dämonen, die aus der Tiefe kommen und die Gestalt von Mols annehmen. (MX 60)
Als Matthew Drax, Aiko und Aruula in Pootland eintrafen, gerieten sie mitten in die Mol-Jagdsaison. Gemeinsam mit dem Molunter-Anführer Peck und dem Chefharpunierer Quee kämpften sie gegen mehrere Mols. Dabei entdeckten sie auch ein ausgedehntes Höhlensystem unter der Stadt, in dem zahlreiche Mols hausten. In einer unterirdischen Höhle gerieten sie in eine Falle der Mols und mussten sich mit einer alten Lokomotive aus ihrer Lage befreien. Beim Versuch, die Höhlenwand zu sprengen und Tageslicht hereinzulassen, erschien der Weiße Mol persönlich. Quee versuchte, ihn mit einer Harpune zu töten, kam dabei jedoch selbst ums Leben. Peck schwor daraufhin, den Weißen Mol bis ans Ende der Welt zu jagen. (MX 60)
Mols in Britana
In der Nähe des Hauptquartiers der Demokraten in Landán waren Mols besonders aktiv. Innerhalb von fünf Tagen tauchten vier Mols in unmittelbarer Nähe auf. Lady Josephine Warrington ließ sie mit automatischen MG-Stellungen bekämpfen. Mars Hawkins vermutete, dass eine ganze Gruppe Mols unter dem Hauptquartier ein Gangsystem buddelte. (MX 251)
Legende vom Weißen Mol

Bei den Jägern des Nordens kennt und liebt man die Legende vom Weißen Mol. Der Weiße Mol gilt als ein Freund der Menschen, ein Heiliges Tier und Gesandter der Götter. Nur besonders Auserwählten zeigt er sich. Der Suchende muss sich in strenger Askese üben und reinen Herzens sein und sich vielen Prüfungen stellen. Wenn der Weiße Mol den Auserwählten dann für würdig befindet, erleuchtet er ihn, und fortan wird er ein großer Anführer sein, der andere beschützt und sieben mal sieben fruchtbare Jahre erleben wird. (HC 12)
Der Weiße Mol gilt als unsterblich. Von Zeit zu Zeit leiht er sich einen sterblichen Körper, um seine Aufgabe als Götterbote zu erfüllen. Wenn seine Zeit gekommen ist, opfert er sich für die Menschen. Dann herrschen für sieben Tage Frieden und kein Leid auf der Erde – ein irdisches Paradies. Am achten Tag erlischt das göttliche Licht und der Kreislauf beginnt von neuem. (HC 12)
Der Weiße Mol
Entgegen dem Skeptizismus vieler Menschen existiert der Weiße Mol tatsächlich. Matthew Drax, Aruula und Aiko begegneten ihm persönlich. (MX 64) In Pootland erschien er in einer unterirdischen Höhle: Er war so groß wie fünf gewöhnliche Mols, mit einem Fell, das wie weißer Marmor schimmerte, und roten Augen. Seine Schaufelklauen waren so groß wie ein Mensch. Die anderen Mols wichen vor ihm respektvoll zurück. (MX 60)
Viele Trapper und Abenteurer suchen in den nördlichen Gebieten nach dem Weißen Mol, werden aber von den Einheimischen oft als Idioten verspottet. (MX 64)
Trivia
Aufgrund der Blindheit der Mols hat sich die Redewendung blind wie ein Mol entwickelt. (MX 261)