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Überblick
Name: Innochin
Vorname: Jugo
Spitzname: Riesenbaby, Rotbart
Geschlecht: Männlich
Haarfarbe: karottenrot
Stimme: dröhnend
Herkunft: Waashton
Gruppierung: MAGMA
Volk: Mensch
Aufenthaltsort: Waashton


Jugo Innochin ist ein Debaser-Drogenhändler aus Waashton und der Neffe von Hagbard Kubin. Er ist der Drahtzieher der Debaser-Geschäfte in Waashton und fungiert als Verbindung zwischen den geheimen Laboren im Umland der Stadt und dem Händlernetz. (MX 682)

Beschreibung

Innochin ist ein hünenhafter, stiernackiger Mann mit kantigen Zügen, einem breiten Kinn und einem Ring aus Hüftspeck über dem Hosenbund. Sein karottenrotes Haar ist bis auf eine Art Hahnenkamm abrasiert, der Bart sorgfältig getrimmt. Er trägt goldene Kreolen in den Ohrläppchen, die groß genug wären, um sie auf die Daumen zu stecken. Seine Nase ist wohl nicht nur einmal gebrochen und danach schlecht gerichtet worden. Sein Gebiss ist blendend weiß und scheint über mindestens ein Dutzend zusätzlicher Zähne zu verfügen. (MX 682)

Er kleidet sich in eine Kombination aus weiter Hose und leger geschnittener Jacke mit Kapuze in Himmelblau, mit einem auffälligen Muster bedruckt. Dazu trägt er dick gefütterte, klobige orangefarbene Stiefel und eine riesige Sonnenbrille mit orangefarbenen Gläsern. Sheriff Annika Stillebror beschreibt ihn als rothaariges Riesenbaby in einem blauen Schlafanzug. (MX 682)

Innochin hat einen dröhnenden Bariton, spricht laut und unflätig und lacht häufig dröhnend. Er ist prahlsüchtig, rücksichtslos und von sich selbst überzeugt, zeigt aber auch eine gewisse plumpe Jovialität. Miidas Patroulaakis bezeichnet ihn als Riesenbaby, das unter einer strengen Vernehmung schnell zusammengebrochen wäre. Ray Maaloo und General Kormak beschreiben ihn als Partylöwen mit zwielichtigem Hintergrund. (MX 682)

Innochin hat einen Hang zu geschmackloser Kleidung und nimmt vermutlich selbst Debaser, das er eigentlich nur verkaufen soll. Er trinkt Kriimseggo und raucht Kiffetten. (MX 682)

Er gilt als legendärer Glückspilz, da er in Waashton angeblich schon einem Dutzend Anschlägen der Konkurrenz, Mordversuchen eifersüchtiger Gespielinnen und zuletzt dem Zugriff der Cops entgangen ist. (MX 682)

Nach seiner Rückkehr aus Sonoora ist Innochins Erscheinung schwer gezeichnet: Seine Haut - besonders die linke Gesichtshälfte - ist übel verbrannt, er hat rund fünfzehn Kilo abgenommen, und wo zuvor eine seiner goldenen Kreolen saß, klafft nun ein verschorfter Riss im Ohrläppchen. Sein karottenroter Irokesenschnitt ist teils herausgewachsen und von graubraunem Haar sowie kahlen, mit Brandblasen bedeckten Stellen durchsetzt; seine markante Sonnenbrille hat er verloren. Wenig später färbt er den Iro allerdings wieder karottenrot und tritt in einer neuen, grell limettengrün gemusterten Kombination aus Jacke, Hose und Stiefeln auf. (MX 690)

Die Erlebnisse in der Wüste haben ihn zudem innerlich verändert: Er spricht nun in kryptischen, mystisch anmutenden Wendungen, redet vom Pfad der Läuterung und einer Revolution der Herzen und will seine engsten Vertrauten zu Aposteln machen. Selbst auf seine eigene Gang wirkt dieses Gebaren verstörend. (MX 690)

Geschichte

Innochin stammt aus dem wohlhabenden Clan seines Onkels Hagbard Kubin, der im Norden von Meeraka über Fischzucht und Fabriken an den großen Seen herrscht. Kubin sitzt bei MAGMA mit am Tisch. Anfangs leistete Innochin gute Arbeit bei der Verteilung von Debaser in Waashton, doch dann verfiel er dem Größenwahn. Statt diskret seine Geschäfte zu betreiben, trieb er sich immer öfter in den Clubs und Kneipen von Adams Morgan herum, prahlte und protzte und warf mit Debaser um sich, bis die Gesetzeshüter auf ihn aufmerksam wurden. (MX 682)

Die City Police und die Dark Force City Unit machten Innochin als Drahtzieher der Debaser-Geschäfte aus und planten einen Zugriff. Doch Innochin wurde von einem Maulwurf innerhalb der Dark Force gewarnt und konnte mithilfe eines militärischen Gleiters entkommen. (MX 682)

Miidas Patroulaakis, der die Verhaftung Innochins fürchtete, weil dieser unter Druck wichtige Informationen über die drei Drogenlabore im Umland von Waashton hätte preisgeben können, ließ ihn durch Pidbull und drei weitere Wulfanen aus der Stadt bringen. Innochin glaubte, er werde nur vorübergehend aus dem Fokus des Gesetzes genommen und dürfe sich auf eine Großwildjagd in der Wüste von Sonoora begeben. Tatsächlich plante Patroulaakis jedoch seine Beseitigung und bestellte Latifer Boyd als Backup-Killer nach Morrowhill Manor. (MX 682)

Innochin reiste zunächst im Gleiter von Waashton nach Dallas, dann per Zug weiter zum Handelsposten Mandaluz am Rand der Sonoora-Wüste. Dort traf er auf die Jäger Dylan Ossmont und Monrose, die als Jagdführer engagiert worden waren. Innochin trat lauthals und anmaßend auf, akzeptierte nach einem Machtkampf aber Ossmonts Regeln für die Expedition. (MX 682)

Bei der Jagd auf Gräbber erlegte Innochin mit einem Maschinengewehr auf dem Heck seines Quads zwei junge Tiere, wobei zwei der Wulfanen ums Leben kamen. Trotz des Verlusts bestand er darauf, die Jagd fortzusetzen, um das Muttertier zu erlegen. Am nächsten Morgen brachen sie erneut auf, doch die Begegnung mit dem riesigen Muttertier endete in einer Katastrophe: Der Gräbberriese verschlang den letzten verbliebenen Wulfanen mitsamt seinem Trike, und Innochins Quad überschlug sich bei einem halsbrecherischen Fahrmanöver von Pidbull. Innochin wurde von der Geschützplattform katapultiert und überlebte als Einziger mit einer vermutlich ausgekugelten Schulter. (MX 682)

Allein und orientierungslos in der Wüste wurde Innochin von den Koman Nook und Raïna gefunden und in ihr Höhlendorf gebracht. Dort versuchte er, die Dorfbewohner mit Versprechungen über lukrative Arbeit bei der Gräbberjagd für sich zu gewinnen, und offenbarte dabei unbedacht, dass das Gräbbersekret zur Herstellung von Debaser verwendet werde. Die Koman reagierten feindlich auf seine Worte. (MX 682)

Die Ältesten der Koman beschlossen, Innochin mit dem Saft der Gräbber zu vergiften und ihn anschließend in der Wüste auszusetzen. Als Matthew Drax und Aruula das Dorf erreichten, um Innochin festzunehmen, teilte Raïna ihnen mit, dass er nun ein Travller sei, der zwischen den Linien der Welten wandle. Sheriff Annika Stillebror schätzte seine Überlebenschancen nach zwei Tagen allein und unter Drogen in der Wüste als denkbar gering ein. (MX 682)

Innochin überlebte jedoch. Rund sechs Wochen nach seinem überstürzten Aufbruch kehrte er - schwer gezeichnet, aber quicklebendig - nach Waashton zurück. Die Koman hatten ihn nach eigener Aussage über die Linien der Welt geschickt, ein Ritual, das bis dahin kein Außenstehender überlebt hatte und ihn zu einem Traveller machte. (MX 690)

Von seiner Rückkehr unterrichtete Innochin nicht Miidas Patroulaakis, sondern seinen Onkel Hagbard Kubin - sehr zu Patroulaakis' Verärgerung. Die von Patroulaakis in Sonoora postierten Killer hatten Innochin nicht töten können und waren spurlos verschwunden. (MX 690)

In seinem Stammclub, dem Diamond, empfing ihn seine Gang wie einen verlorenen Sohn; seine Gefährtin Kalimbra fiel ihm um den Hals. Ungerührt bestieg Innochin sofort wieder seinen Thron und gab eine Runde für alle Anwesenden aus. Sein Stellvertreter Rakeetee Jimbo - die Nummer zwei des Debaser-Rings, der Innochin totgeglaubt und sich bereits als dessen Nachfolger gesehen hatte - verbarg seine Enttäuschung hinter geheuchelter Freude. (MX 690)

Innochin kündigte an, die Rezeptur von Debaser überarbeiten und eine Revolution der Herzen anstoßen zu wollen; sein verändertes, mit mystischen Sprüchen durchsetztes Auftreten verstörte selbst seine engsten Vertrauten. Kalimbra brachte ihn schließlich nach Hause, um seine Wunden zu versorgen. (MX 690)

Rakeetee Jimbo sah in Innochins Rückkehr eine Bedrohung seiner eigenen Machtansprüche und beschloss, ihn endgültig auszuschalten. Bei einem konspirativen Treffen mit Huub Putney, dem Chef der Dark Force City Unit in Waashton, verriet er, dass Innochin demnächst - vermutlich schon am Folgetag - eines der vier großen Debaser-Labore aufsuchen werde, um die Droge zu modifizieren. Jimbo sagte zu, den genauen Standort durchzugeben, sobald Innochin unterwegs sei; im Gegenzug sollte Putney den Ruhm für den Schlag ernten und dafür sorgen, dass Innochin den Überfall nicht überlebte. (MX 690)

Der Plan wurde umgesetzt: Innochin traf - nur von zwei Bodyguards und einem Chauffeur begleitet - am Labor in einer Fabrikhalle im Westen Waashtons ein, während Huub Putney die Halle mit einem zwanzigköpfigen DFCU-Trupp umstellte. Noch während des Sturms verließ Innochin die Halle jedoch durch eine Hintertür, um wegen heftiger Magen-Darm-Beschwerden ein Klohäuschen im Hinterhof aufzusuchen. In diesem Moment explodierten die Bottiche des Drogenlabors in einer gewaltigen Detonation und zerstörten die Fabrikhalle. (MX 690)

Ausgerechnet Kalimbras fürsorgliches Überfüttern, das ihn im entscheidenden Moment auf die Toilette getrieben hatte, rettete ihm das Leben: Umgeben von Trümmern und verletzten DFCU-Soldaten kam Innochin mit einer kleinen Schnittwunde davon. Er zog sich an, kletterte über die Hofmauer und verschwand auf den Brachflächen jenseits der Fabrikhalle. Damit entging Jugo Innochin einmal mehr einem sicher geglaubten Tod. (MX 690)

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