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Ein Anasazi auf dem Cover von MX 45

Die Anasazi sind ein Indianervolk in einer Parallelwelt. (MX 45)

Anmerkung: In unserer Realität wird als Anasazi eine Kulturtradition der nordamerikanischen Ureinwohner genannt, die ungefähr zu Beginn der christlichen Zeitrechnung im Bereich der heutigen US-Bundesstaaten Utah, Colorado, New Mexico und Arizona entstand und bis heute fortlebt. [1] Einige Eigenheiten dieser Kultur wurden in die Romanserie übernommen.

Beschreibung

Lebensraum

Die Vierte Welt ist für die Anasazi die „normale Welt“, in der Matthew Drax und Aruula leben. Die Welt ist durch das Sipapu mit der Fünften Welt verbunden. (MX 45)

Ein Sipapu auf dem Cover von MX 45

Das Sipapu ist das Dorf oder der Pueblo, in dem die Anasazi leben, und verbindet die Vierte Welt mit der Fünften Welt. Es wird auch der heilige Ort des Ursprungs genannt, der vom Schamanen als dem Wächter des Ursprungs (Sipapu-Tleku) bewacht wird. (MX 45)

Anmerkung: Der reale Sipapu ist ein Bodenloch mit religiöser Bedeutung innerhalb des Versammlungsraums, der Kiva, in der auch Zeremonien abgehalten werden. Es steht für den Eingang zur Unterwelt und auch für den Weg, auf dem die Menschen in die Welt kamen. [2]

Die Fünfte Welt ist die Parallelwelt zur Vierten Welt und der Lebensraum der Anasazi.

Ihre Luft ist dünn, schmeckt nach Metall und brennt in Lungen und Augen. Die Sonne steht als verwaschener Fleck an einem diesigen Himmel. Weht der Wind aus Westen, ist es am schlimmsten. Er trägt Gestank und ein rhythmisches Stampfen heran. (MX 45)

Am Horizont zeichnet sich eine Kuppel ab, in der Aruula Gebäude zu erkennen glaubte. Makeje wusste nicht, was sie ist, und gab an, niemand sei je so weit gegangen. Jekulah nannte sie die gläserne Stadt und fürchtete, eine Fremde könne den Weg dorthin finden. (MX 45)

Am Himmel entstehen weiße Streifen wie aus dem Nichts. Die Anasazi haben sie in den Fels geritzt, sich damit bemalt und darüber meditiert, ohne ihre Bedeutung zu erschließen. (MX 45)

Vor dem Sipapu erstreckt sich eine Ebene mit grünen Maisfeldern, die Bewässerungsgräben durchziehen. Nachts wagen sich Coyoten bis an das Dorf heran. (MX 45)

Der Sage nach durchwandelten die Anasazi unter der Anleitung des Schwarzen Gottes bereits vier Welten, von denen die ersten drei durch Katastrophen zerstört wurden. In der Vierten Welt flohen sie vor den Yiet'zu in die Fünfte Welt. (MX 45)

Wahrscheinlich gab es in der Fünften Welt keine Kometenkatastrophe. Außerhalb des Sipapus scheint eine intakte Zivilisation zu existieren. Matthew Drax erkannte in Aruulas Schilderung Kondensstreifen, eine sauerstoffarme und von Abgasen verseuchte Atmosphäre, das Dröhnen ferner Maschinen und vermutlich eine Kuppelstadt. (MX 45)

Diese Parallelwelt ist ein Produkt des Flächenräumers.

Siehe auch: Zeitblase

Gesellschaft

An der Spitze des Stamms steht ein Häuptling, dem ein Ältestenrat aus acht Männern zur Seite steht. Der Rat gilt als die eigentliche Macht des Dorfes. Ein Häuptling, der sich gegen ihn stellt, wird schnell abgesetzt. Er tagt im Kivas, der unterirdischen Versammlungsstätte, zu der Frauen keinen Zutritt haben. (MX 45)

Die Männer jagen, die Frauen stampfen Mehl, kneten Teig, gerben Leder, flechten Körbe und suchen die Maisfelder nach Schädlingen ab. Alte Frauen weisen die jüngeren an. Beim Gemeinschaftsessen sitzen unvermählte Frauen und Männer an getrennten Schüsseln. (MX 45)

Eheversprechen schließen die Väter, mitunter schon im Kindesalter. Ein Mann vermählt sich, indem er der Frau eine Decke um die Schultern legt. Vor dem Gesetz gilt sie damit als Mitglied des Stamms und kann nicht mehr ohne guten Grund verstoßen werden. (MX 45)

Für einen Mordversuch schreibt das Gesetz die Steinigung vor. Der Häuptling kann stattdessen auf Verbannung erkennen. (MX 45)

Religion

Der Schwarze Gott ist oberster Gott der Anasazi. Sein Bote ist der Adler, der im Feuer erscheint. Zeichnungen des Schwarzen Gottes bedecken die Wände der Wohnhöhlen. (MX 45)

Daneben verehren die Anasazi die Katchinas, die Geister guter Menschen, sowie ihre Ahnen, deren Rache sie fürchten. Der Alte Coyote spielt den Menschen Streiche und bestraft Überheblichkeit. (MX 45)

Den Tiergeistern sind eigene Zeichnungen in den Gängen des Sipapu gewidmet. Man bittet sie um Vergebung für die Jagd und dankt ihnen zugleich für das Fleisch. Nach Makejes Darstellung verbergen sich unter Fell, Federn und Schuppen der Tiere Menschen, von denen einige ihre tierische Haut ablegen können. (MX 45)

Über den Lagerstätten hängen Traumfänger, scheibenförmige und halb durchsichtige Gegenstände mit Vogelfedern. Sie sollen vor bösen Geistern schützen, die Menschen mit Alpträumen heimsuchen. Vor einer Zeremonie wäscht sich der Schamane die Hände, spricht reinigende Worte und verneigt sich in die sechs Himmelsrichtungen. In der Höhle der Geister sucht er Reinigung im Schmerz. (MX 45)

Ihre Toten betten die Anasazi in Tücher gewickelt auf Hochgräber, die auf hohen Stelzen über dem Felsplateau stehen. Federn und Geweihe schmücken sie, bunte Stofffahnen wehen um sie. (MX 45)

Bekannte Anasazi

Geschichte

Die Vorfahren der Anasazi wurden zusammen mit hellhäutigen Menschen von einem unbekannten Volk auf einen unbekannten Planeten entführt. Dort enwickelten die Hellhäutigen eine fortschrittliche Zivilisation mit Millionenmetropolen, und Überschallflug. Die Anasazi lebten jedoch abseits der Zivilisation ein einfaches technologiefreies Leben in der Natur. Ihr Name leitete sich von einer Fremdbezeichnung der Heillhäutigen ab, die sie als Anaa sázi bezeichneten, was Feinde der Alten bedeutete. Als Alte bezeichneten sich die Hellhäutigen selber. Als man zufällig eine Raum-Zeit-Anomalie fand, die von der Welt der Alten zur Erde in New Mexico führte, war der erste Besuch der Alten im Amerika des Jahres 1167. Man beschloss die für primitiv und unzivilisiert befundenen Anasazi auf die neue Welt zu deportieren. Da sich die Raum-Zeit-Anomalie in der Luft befand, wurden mit großen Überschallflugzeugen Tausende umgesiedelt. Um 1295 erreichte ein weiteres Transportflugzeug die Erde, dass jedoch abzustürzen drohte. Der Co-Pilot und 120 Anasazi stürzten aus dem Flugzeug in einen Fluss. Als der Co-Pilot die meisten Indianer gerettet hatte, die nicht schwimmen konnten, nahm er den Namen Inya Hotake an. Das Überschallflugzeug der Alten flog noch bis zum Texcoco-See, wo es abstürzte und durch seine Explosion den See vergrößerte. (HC 17)

Noch im gleichen Jahr wurden Inya Hotake und 82 Anasazi von Apachen und Navajon nach Süden gedrängt, da sie sie nicht in ihrem Stammesgebiet haben wollten. Im Jahre 1297 kamen die Anasazi nach einer zweijährigen Wanderschaft am 1650 km Texcoco-See an, wo sie sich mit Duldung umliegender Stämme niederließen. (HC 17)

Immer wieder kam es zum Konflikt mit den auch dort lebenden Azteken, unter anderem 1299 und letztendlich wurden die Anasazi von den Azteken unterworfen und tributplichtig. (HC 17)

Als die Azteken 1487 in Tenochtitlán 20.000 Menschen opfern wollten, um den Templo Mayor einzuweihen, sollten auch 200 Männer der Anasazi sterben, da der Stamm seine Abgaben nicht leisten konnte. Inya Hotake gelang es, die Anasazi zu befreien, der Stamm floh entlang der Sierra Madre nach Norden, zurück zum Iskatán. Dort konnten sie mit den Navacho ein Abkommen schließen und ein Pueblo am Iskatán bauen. (HC 17)

Im Juli 1540 wurden die Anasazi von Apachen angegriffen, die jedoch unter der Führung von Inya Hotake vertrieben werden konnten. (HC 17)

Nach Makejes Überlieferung hatte der Schamane des Volkes eines Morgens, als die Adler tot vom Himmel fielen, eine Vision der Fünften Welt. Er befahl dem Volk zu tanzen. Es heißt, sie hätten getanzt, bis der volle Mond nur noch halb am Himmel stand. Viele starben, bis die Götter Mitleid hatten und der Stamm in die Fünfte Welt gelangte. (MX 45)

Am 1. August 1540 griffen der Spanier Capitán Jamie María de los Sientos und sein Trupp auf der Suche nach Gold das Felsenpueblo der Anasazi an. Diese Anasazi flohen durch einen Geistertanz von der Vierten Welt in die Fünfte Welt. Die Spanier starben beim zwanghaften Graben in den Höhlen des Pueblo. (MX 45)

Anmerkung: Nach MX 45 gaben die Navajo dem Volk den Namen Anasazi, die „heiligen Feinde“, nachdem sie die verlassenen Pueblos gefunden hatten. Das widerspricht der oben nach HC 17 wiedergegebenen Herleitung aus Anaa sázi. Laut Kanon gilt die Heftfassung. Siehe auch Autorenfehler.

Quellen

  1. Weiterführender Artikel über die Anasazi in der Wikipedia, abgerufen am 8. September 2011
  2. Sipapu in der Wikipedia, abgerufen am 26. September 2011.