2012 (Heftserie)
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Dies ist eine einfache Auflistung aller 2012-Heftromane. Per Mausklick auf die Titel gelangt man zu einer Übersicht der Hefte mit ausführlicheren Informationen.
Der volle Titel der Parallelserie lautet 2012 – Jahr der Apokalypse.
Nach einer Verlagsinformation (JdA 1, LKS) handelt es sich nicht um eine Ablegerserie von Maddrax im engeren Sinne, sondern um eine eigenständige Serie, die Elemente zweier Serien-Universen lose miteinander verknüpft, nämlich Die Abenteurer und Maddrax. Mit Heft MX 321 der Maddrax-Serie wird die Verknüpfung geleistet. (MX 312, LKS) Die Serie kann deshalb als alternativer Vorläufer der Maddrax-Serie betrachtet werden. Alternativ deshalb, da die gesamte Serie auf einer alternativen Erde spielt.
- Anmerkung: Ursprünglich hoffte man, die Serie fortführen zu können, was aber aufgrund der begrenzten Verkaufszahlen nicht realisierbar war. Deshalb handelt es sich bei der Serie dann doch um ein recht klassisches Spin-Off.
Eine Übersicht der Cover bietet die Titelbildgalerie Cover 2012 – Jahr der Apokalypse.
2012 – Jahr der Apokalypse |

© Bastei-Verlag
Hintergrund
Die 2012-Serie betont den Abenteuer-Aspekt der Maddrax-Serie und spielt vor dem Hintergrund einer Besonderheit in einem der verschiedenen Maya-Kalender. Diese Besonderheit interpretieren manche Leute als Zeitpunkt des „Weltuntergangs“ der Maya-Schöpfung.[2] Tatsächlich jedoch beginnt lediglich ein neuer Zyklus der Maya-Zeitrechnung. (JdA 5, LKS)
Zur Entstehung der Serie erklärt der betreuende Redakteur und Lektor Michael Schönenbröcher: „Auf die Idee zu »2012« kamen wir, als ein Thema für einen weiteren MADDRAX-Ableger gesucht wurde, der nach SF und Grusel diesmal in Richtung Abenteuer gehen sollte. Und was lag da näher als der Maya-Kalender und der Weltuntergang, bzw. Kometeneinschlag im Februar 2012 (lt. MX-Historie). Dann aber gingen wir davon ab, »2012« zu einem SpinOff zu machen; die Serie sollte auch Leser interessieren, die MX nicht kennen. Und voilá, es scheint gelungen. Tom Ericson – dessen Alters-Geheimnis im nächsten Band gelöst wird – ist eine »Leihgabe« aus der Serie DIE ABENTEURER, die ich vor Jahren betreute. Auch hier galt: Der Leser soll DA nicht kennen müssen, um »2012« zu lesen. Aber natürlich werden Fans dieser beiden Serien etliche Anspielungen bemerken, was einen zusätzlichen Reiz ausmacht.“ (JdA 10, LKS)
Der Einfall lässt sich im MX-Forum zurückverfolgen bis zum März 2008, wo er in einem Thread mit Ideen zu einem dritten Spin-Off erstmals geäußert wurde.[3]
Erscheinungsweise
Die aus 12 Heften bestehende Parallelserie erschien von September 2011 bis Februar 2012 in zweiwöchentlichem Rhythmus abwechselnd mit den Maddrax-Heftromanen im Bastei-Verlag, und zwar zwischen den Bänden MX 303 und MX 315. Sie kann unabhängig von der Hauptserie gelesen werden. Sein letztes Heft leitet in die Hauptserie über. Die Verknüpfung erfolgt über Band MX 321.
Redaktion
Die Serie wurde redaktionell betreut von Michael Schönenbröcher.
Besonderheiten
- Band 11: Menschheitsdämmerung hieß vor dem Erscheinen vorübergehend Entfesselte Gewalten.
- Laut Auskunft auf dem COLONIA CON 2012 wird es keine weitere Fortsetzung als eigene Heftromanserie geben.
Gestaltung
- Serien-Logo: Tanya
- Cover für alle 12 Bände: Oliver Specht. Jedes Cover bildet einen der Protagonisten ab.
- Innen-Illustrationen einschließlich Zeichnung auf der Rota-Seite: Fabian Fröhlich
- Anmerkung: Die Rota-Seite ist in den Heften die erste zum Roman gehörige Seite nach dem Cover, meist die Seite 3. In der Serie 2012 – Jahr der Apokalypse zeigt sie eine Zeichnung mit Serienmotiven, die den Einleitungstext in der Mitte umrahmt.
- Anmerkung: Die Rota-Seite ist in den Heften die erste zum Roman gehörige Seite nach dem Cover, meist die Seite 3. In der Serie 2012 – Jahr der Apokalypse zeigt sie eine Zeichnung mit Serienmotiven, die den Einleitungstext in der Mitte umrahmt.
- In Band 9: Die Weltuntergangs-Maschine, der am 27. Dezember 2011 erschien, ist ein Comic aus dem Dilldappen-Kalender 2012 von Matthias Kringe abgebildet. Sein Thema passt zum Jahreswechsel und zur Grundthematik der Romanserie, dem Maya-Kalender.
Handlung
Vergangenheit
Im Reich der Maya beauftragt eine körperlose Lichtgestalt, der sogenannte Weiße, den Kaziken Ah Ahaual mit dem Bau einer Maschine, die angeblich den Göttern dienen soll. Als Herzstück dient der Himmelsstein, ein Kristall, der ein Dunkelfeld erzeugt und alles Licht verschluckt. Doch Ah Ahauals Sohn Ts'onot, ein Prophet, erkennt in einer Vision, dass die Maschine die Welt vernichten wird. Er flieht mit dem Himmelsstein und den Bauteilen und verstreut sie an geheimen Orten. (JdA 4) Ah Ahaual vergräbt den Himmelsstein später an einem neuen Ort und lässt den Baumeister Puuc ein verschlüsseltes Relief anfertigen, dessen Zentrum als Stele über das Meer zum Ende der Welt gebracht wird. (JdA 6)
Im Jahr 1511 erleidet der spanische Mönch Diego de Landa Schiffbruch vor Yucatán und lebt jahrelang bei den Maya. (JdA 5) 1518 zeigt Ts'onot, inzwischen selbst Kazike, seinem Freund Diego einen mysteriösen Armreif, der ihm Zugang zu einem fremdartigen Raum gewährt. Ein dazugehöriger Ring löst eine gewaltige Vision vom Zeitenende aus, deren Wucht Ts'onot tötet. Sterbend offenbart er, dass nur zwei Waffen – der Feuerkranz und die Nadel der Götter – den Himmelsstein zerstören können. Diego deponiert seine Aufzeichnungen über die Ereignisse in Ts'onots Grab. (JdA 6)
Zuvor, im Februar 1517, hatte der Weiße bereits den Conquistador Francisco Hernández de Córdoba nach Yucatán geführt und Ah Ahaual gefangen nehmen lassen. Doch der Kazike tötete sich selbst, um das Versteck des Himmelssteins zu bewahren. (JdA 5) Jahre später versammelt Diego de Landa als Kazike der Maya deren Herrscher und Orakelpriester zu einem Ritual, bei dem sie eine Vision vom Ende der Welt teilen. Um die Menschheit zu warnen, lässt Diego 1523 alle Maya-Aufzeichnungen verbrennen und die verbliebenen Datumsangaben fälschen – so entsteht der Irrglaube, der Maya-Kalender ende am 21. Dezember 2012. (JdA 10)
Gegenwart
Der Archäologe Tom Ericson entdeckt auf der Insel Hiva Oa eine Maya-Stele, die dort nicht stehen dürfte, und wird von einem Mann in Maya-Tracht angegriffen. Der Maya-Experte Seymor Branson, der in Mexiko auf eine ähnliche Stele gestoßen ist, wird vor Toms Augen von Indios ermordet, deren Anführer ein geisterhafter Mann in Weiß ist. (JdA 1) Tom folgt weiteren Spuren über die Insel Cozumel (JdA 2) nach Spanien, wo er beim Notar Tirado ein rätselhaftes Artefakt findet – ein naturwissenschaftlich unmögliches Stück, das Licht absorbiert und gleichzeitig in Raum und Zeit zu existieren scheint. Er kann es im letzten Moment vor dem Mann in Weiß und seinen Schergen in Sicherheit bringen. (JdA 3)
In Madrid versteckt sich Tom im Hotel Último Refugio. Er besitzt neben dem Artefakt eine Kladde mit dem Expeditionsbericht des Hernández de Córdoba. Als bewaffnete Verfolger das Hotel stürmen, wird der Hotelier Álvaro Suárez getötet. Tom flieht mit dessen Tochter Maria Luisa Suárez und ihrem autistischen Bruder Alejandro. (JdA 4) Aus der Kladde und versteckten Blättern darin erfährt Tom vom Grab des Ts'onot und dem Armreif, der als Schlüssel dienen soll. Die Loge der Sucher unter Pauahtun, die dem Mann in Weiß dient, hetzt ihnen nach. (JdA 5)
Tom will den Himmelsstein nach Yucatán bringen und dort verbergen. Über den Schmuggler Cuarto Almodovar besteigt die Gruppe das Containerschiff Sanjiata, doch die Loge greift mit Hubschraubern an. Tom kapert einen Helikopter und flieht. (JdA 6) Der beschädigte Hubschrauber stürzt im Dezember 2011 vor der Île de Ré ins Meer. Nach der Rettung ans Ufer kontaktiert Tom seine Exfrau Abby und bittet sie, den Armreif aus Ts'onots Grab in Yucatán zu bergen, während er mit den Geschwistern nach Schottland zur verlassenen Burg Oake Dún reist. (JdA 7)
Abby findet das Grab, wird jedoch von ihrem Guide Xavier Soto verraten und stürzt in eine unterirdische Cenote, kann aber mit dem Armreif entkommen. (JdA 7) (JdA 8) In Schottland legt Alejandro sich den Armreif unbemerkt an. Die Gruppe fliegt nach Stonehenge, wo der Armreif ein Portal zu einem zeitlosen Raum öffnet. Tom findet dort den Temporator, ein Gerät, das die Zeit anhalten kann, und befreit damit seine Begleiter aus den Händen der Loge. Durch das Portal fliehen Tom, Maria Luisa und Alejandro, während Abby den Interpol-Ermittler Spencer McDevonshire ablenkt, der Tom wegen mehrerer Mordfälle sucht. (JdA 8)
Der zeitlose Raum führt sie in die Nekropole unter dem Vatikan. Dort öffnet Alejandro heimlich einen erbeuteten Koffer der Loge und setzt vierzig kunstvolle Bauteile zusammen, in die er den Himmelsstein als Herzstück einfügt – die Weltuntergangs-Maschine entsteht und lässt sich nicht mehr zerlegen. Die aktivierte Maschine lenkt den Kometen Christopher-Floyd in Richtung Erde. (JdA 9) Bei der Flucht vom Petersplatz in einem Heißluftballon stürzt Alejandro mitsamt der Maschine und dem Armreif aus dem Korb. (JdA 9) Die Loge nimmt ihn gefangen. (JdA 10)
Tom übersetzt inzwischen Diego de Landas Aufzeichnungen vollständig und erfährt von den zwei Waffen gegen die Maschine sowie der Manipulation des Maya-Kalenders. (JdA 10) McDevonshire, der selbst einen Anschlag der Loge überlebt hat, spürt Tom auf und warnt ihn. Gemeinsam befreien sie sich aus einer Falle der Loge, doch dabei müssen sie mit ansehen, wie Alejandro – der inzwischen gestorben und als wandelnder Toter wiedergekehrt ist – sich opfert, um ihnen die Flucht zu ermöglichen. Er wird von Pauahtun erschossen. (JdA 11)
Die Loge stellt die Weltuntergangs-Maschine am Petersplatz auf, doch sie versagt. Der Armreif weist auf das Forschungszentrum CERN bei Genf als neues Energiezentrum. Die Loge dringt dort unter falscher Tarnung ein, und die Maschine beginnt erneut Energie aufzunehmen. Der Komet ändert seinen Kurs. (JdA 11) Tom und McDevonshire stehlen die Maschine nach der Festnahme der Loge und erkennen, dass CERNs Teilchenbeschleuniger der prophezeite Feuerkranz ist. Da CERN abgeschaltet wurde, suchen sie die zweite Waffe, die Nadel der Götter. Der Armreif führt sie über ein Portal auf der Place de la Concorde in Paris und die Archivare des zeitlosen Raums zur Insel Hormus im Persischen Golf. (JdA 12)
Die Nadel der Götter aktiviert sich, als im Burj Khalifa in Dubai ein experimenteller TriCore-Reaktor in Betrieb genommen wird. Im höchsten Gebäude der Welt kommt es zur finalen Konfrontation. Der Mann in Weiß, aus seiner Zelle entkommen, verfolgt Tom durch den Turm. Bei einem Kampf stürzen beide aus dem 160. Stock – Tom überlebt, da die Maschine den Aufprall abbremst. Er erreicht den Reaktorraum und bringt die Weltuntergangs-Maschine in die Nähe des TriCore. Die überschüssige Energie zerstört die Maschine, und das freiwerdende Dunkelfeld des Himmelssteins löscht den Mann in Weiß aus. (JdA 12)
Am 8. Februar 2012 zieht der Komet Christopher-Floyd an der Erde vorbei. Die Welt ist gerettet. (JdA 12)
Siehe auch
- Diskussion zur Alternativität der Serienuniversen
- Maddrax-Hauptserie
- Die Abenteurer-Serie
- Maddrax-Hardcover
- Weitere Ablegerserien
- Maddrax-Taschenbücher
- Maddrax-Sammelbände
- Titelbildgalerien
Weblinks
- Verlagsseite zur Serie auf Facebook
- Presseinformation des Verlags mit Leseprobe
- Mayahandschrift, entstanden ungefähr 1200–1250, Sächsische Landes-, Staats- und Universitätsbibliothek (SLUB) Dresden
- Zusammenfassung der Inhalte des COLONIA CONS 2012
Quellen
- ↑ Nicht mehr zugängliche Quelle im verlagseigenen Bastei-Forum, abgerufen am 10. September 2011, abgeschaltet am 1. Oktober 2018. (Später wurde der Romantitel geändert. Der oben stehende Titel ist der aktuelle Stand.)
- ↑ Maya-Kalender in der Wikipedia, abgerufen am 27. August 2011
- ↑ Nicht mehr zugängliche Quelle im verlagseigenen Bastei-Forum, abgerufen am 16. Mai 2012, abgeschaltet am 1. Oktober 2018.