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Miki Takeo

Aus Maddraxikon
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Miki Takeo
Cover MX 353
© Bastei-Verlag

Miki Takeo ist Androide, Unsterblicher, Biomechaniker, Ex-Lebensgefährte von Naoki Tsuyoshi und Vater von Aiko Tsuyoshi

Beschreibung

Miki ist 2,50 Meter groß und äußerlich sehr stark mit brüniert wirkendem Plysterox gepanzert. Er hat Lüftungsschlitze an Armen, Beinen und am Torso. Hier liegt auch seine Schwäche – wenn er ins Wasser geht, verschließen sich die Lüftungsschlitze und er überhitzt nach einigen Stunden, bis seine Elektronik durchbrennt und die Gehirnimplantate zerstört werden. Dies würde seinen Tod bedeuten. (MX 49) In einem Oberschenkel hat er eine Laserwaffe untergebracht. (MX 312)

Charakter

Miki ist absolut rational, da er als Maschine keine Gefühle mehr empfinden kann. Dennoch ist er nicht amoralisch, sondern hat aus seiner Vergangenheit eine moralische Einstellung gespeichert, die sogar nach Vollkommenheit strebt. Daraus erklärt sich sein Bedürfnis, die Welt zu einem besseren Ort zu machen und Roboter zu erschaffen, die die Menschen wieder lehren soll, was „gut“ und „böse“ ist und die nach einer Weiterentwicklung streben. Doch in seinem Streben liegt auch seine Schwäche: er kann nicht (mehr) begreifen, dass sein Ansinnen den Menschen ihren freien Willen nimmt sowie dass Menschen keine programmierbaren Maschinen sind. Viele Menschen fürchten sich vor ihm, da er für sie nichts Menschliches mehr verkörpert. Dennoch hat er es geschafft, sich in Waashton ein neues Zuhause zu schaffen, wo man ihm vertraut und wo er seinen Lebenstraum zumindest in kleinem Maßstab verfolgen kann.

Geschichte

Herkunft

Miki Takeo war vor der Kometenkatastrophe ein normaler Mensch. Er lebte nach der Kometenkatastrophe im Medical Science Center von Amarillo und ersetzte nach und nach sämtliche Körperteile durch elektronische Komponenten. So verlor er etwa einen Arm durch marodierende Räuber in der Stadt (MX 42)

Enklave im San Fernando Valley

Im Jahr 2437 verließ er Amarillo, nachdem er sich zum Androiden hatte umformen lassen. Dies bedeutete das Ende seiner Beziehung mit Naoki Tsuyoshi, die die rein maschinelle Existenzweise ablehnte. Jedoch nahm sie sein letztes Geschenk, eine Samenprobe an, aus der später Aiko Tsuyoshi wurde. Er wandte sich zuerst nach Westen und kam bis nach Florida, wurde jedoch überall mit Panik und/oder Ablehnung empfangen, so dass er immer mehr den direkten Kontakten mit Menschen mied. Schließlich ging er nach Osten und erreichte zwei Jahre später die Pazifik-Küste. Er dachte an Selbstmord, da er die Welt als einen Ort empfand, in dem nur noch Hass und Aggression herrschte. In diesem Moment stieß er auf den stark verstümmelten Haank und rettete ihm das Leben. Er machte ihn zum Cyborg, damit er ihm bei seinem Plan half, sich ein Fertigungszentrum aufzubauen. Das verwirklichte er im San Fernando Valley.

Ab 2440 begann er mit dem Bau weiterer Androiden. Dabei handelte sich häufig um Angreifer der Faama-Gilde, die ihn als Bedrohung und Eindringling in ihre Einflussphäre ansah, die im Kampf überlebten und von ihm geheilt wurden. Die ersten sieben Androiden nannte er nach den Sieben Samurai, ihre technische Bezeichnung war LoBot. Ihre Gehirne waren durch Massenspeicher ersetzt, wodurch ihre Intelligenz und vor allem ihr Eigenwille auf das Mindeste reduziert war, so dass sie absolut gehorsam waren. Auch sie waren ihm behilflich, die Enklave weiter aufzubauen und die Selbstversorgung durch Ackerbau zu sichern. Nach zehn Jahren arbeiteten sie jedoch nur noch relativ fehlerhaft, was jedoch inzwischen kein Problem mehr war, denn Miki hatte inzwischen im ganzen Tal die Macht übernommen, so dass die Faama-Gilde ihm sogar jährlich Tribut zahlen musste.

Der Plan einer besseren Welt mit Hilfe von Robotern

Miki Takeo
Cover MX 49
© Bastei-Verlag

In der Zwischenzeit entwickelten Miki und Haank die RoCops. Das erste Dutzend dieser Roboter sandte Miki 2450 nach El'ay in der Hoffnung, die dortigen Lebensverhältnisse zum Besseren zu ändern. Die RoCops sollten gegen Kriminalität und Anarchie vorgehen. Miki, der inzwischen jegliche menschliche Sentimentalitäten und Denkweisen abgelegt hatte, war der festen Überzeugung, den Menschen damit einen Gefallen zu tun. Dies war jedoch ein gewaltiger Irrtum. Lediglich sieben der RoCops kehrten zurück, alle schwer beschädigt, da die Menschen mit Angst und Aggressionen auf sie reagierten. Miki erlitt daraufhin einen Wutausbruch, der über drei Minuten dauerte, eine seltene menschliche Emotion, die ihn selbst erschreckte. Er und Haank zogen nach ihren Analysen schließlich den Schluss, dass vor allem das künstliche Aussehen der RoCops die Menschen furchtsam machte und begannen mit dem Projekt „U-Men“ – Robotern, die den Menschen täuschend ähnlich sehen sollten. Miki brauchte 25 Jahre, um den ersten Prototypen herzustellen, Sara. Auch sie schickte er zu den Menschen. 2480 aktivierte er den Rückrufcode. Das Ergebnis war niederschmetternd; sie war in einem entsetzlichen Zustand: mit ausgestochenen Augen, verkohlten Haaren und aufgerissener Haut war sie mehrere Jahre von den Menschen nach ihrem vermeintlichen Tod begraben worden. Miki war schwer erschüttert und schloss sich monatelang in seinem Haus ein, während Haank das hatte kommen sehen.

Ende des 25. Jahrhunderts schickte Haank die fehlerhaften Sieben Samurai heimlich ins Sanatorium der Cyborgs, da er es nicht übers Herz brachte, sie einzuschmelzen.

Miki verfolgte weiterhin sein U-Men-Projekt. Er nutzte für die nötige Biomasse, die über die Plysteroxskelette gezogen wurden, Leichenteile, die er aus Las Vegas vom Gudfadda (MX 46) bezog. Außerdem stattete er sie mit echten Erinnerungen aus, die er heimlich über Gehirnwellen-Scanner von Lebenden stahl, meist seinen eigenen Gästen.

Ende 2517 traf er erstmals seinen Sohn Aiko Tsuyoshi und nahm diesen und seine Freunde Matt und Aruula ins San Fernando Valley. Zeitgleich hatte er auch Arthur Crow und seine Tochter Lynne Crow zu Gast. Mit dem Weltrat war er einen Kooperationsvertrag eingegangen, von denen er technische Unterstützung erhielt. Lynne Crow erhielt im Gegenzug eine Armprothese nach ihrer schweren Verletzung durch einen Shargator Riesenkrokodil. Da Miki über die wahren Verhältnisse in Waashton nicht informiert war, konnte Crow ihm das Märchen verkaufen, dass sie das Opfer von Terroristen – den Running Men – geworden sei und Matthew Drax mit ihnen unter einer Decke stecke. Crow verlangte Matts Auslieferung, als er erfuhr, dass er im San Fernando Valley war. Als Matt und Aruula heimlich in die Forschungsanlage eindrangen und das Geheimnis der U-Men entdeckten, ließ Miki zu, dass sie vom Weltrat verhaftet wurden, da er keine weiteren Störungen dulden wollte. Vorher hatte er allerdings auch ihre Bewusstseinsinhalte scannen lassen, was ihm besonders in Matts Fall von großem Nutzen war. Seinem Sohn Aiko, der in dieser Zeit operiert wurde und von den Geschehnissen nichts mitbekam, verheimlichte er die Wahrheit, damit ihn dieser nicht wieder verließ (MX 49). Doch Aiko ahnte, dass etwas nicht stimmte und verließ die Enklave verärgert. (MX 52)

Anfang 2518 näherten sich der Enklave eine Masse von Flüchtlingen aus El'ay, die von Zombiis berichteten, die die Stadt einnahmen. Er sandte seine RoCops aus, um Informationen zu sammeln und die Flüchtlinge zu beschützen. Eine Gruppe unter Brina brachte den gefangenen General Fudoh, der sofort in Arrest gesetzt wurde. Wenig später traf eine Abordnung aus Amarillo unter Naoki Tsuyoshis Führung auf, der er schnell klar machen konnte, dass auch er vom Weltrat getäuscht worden war und das Problem der Zombiis vordringlicher war. (MX 53)

...

2520 wurde Miki Takeos Zentrale im San Fernando Valley durch die Operation Takeos Castle von Agenten des Weltrats zerstört und der Androide selbst gefangengenommen. Seinem Sohn Aiko Tsuyoshi und der Offizierin Dayna DeLano gelang es jedoch, Miki Takeo zu befreien und ins Medical Science Center von Amarillo zu bringen.

Kampf gegen die Daa'muren

2521. Im Kampf gegen die Daa'muren ging Miki Takeo nach Beelinn, um dort in Jennifer Jensens Abwesenheit die Stadt zu regieren und die Bevölkerung vom Virus zu befreien. Im September 2521 zog er während der Operation Harmagedon mit mehreren Großraumgleitern zum Kometenkrater.

Durch den Permanenten EMP, den die Atombombenkatastrophe am 18. Oktober 2521 auslöste, brannten sämtliche Schaltkreise Miki Takeos durch und er wurde zu einem unbeweglichen Metallklumpen.

Rückkehr nach Meeraka

Miki Takeo erwachte erst Mitte Juli 2523 wieder am Kratersee. Seine Beine waren beim Gleiterabsturz abgerissen worden. In der Höhle Bulbaars vom Volk der Narod'kratow reparierte Miki Takeo seinen Speicher. Nachdem Bulbaar die Beine Miki Takeos fand und die Reparaturen abschloss, machte sich Takeo auf den Rückweg nach Meeraka und lief nach Amarillo. Am 1. Juli 2524 traf er in seiner Fabrikationsstätte ein. Hier lernte er die einzigen Überlebenden der UnsterblichenKenzo Yakamura und Hana Kusakabe – kennen. Sie initiierten aus einer Gedächtniskopie seinen Sohn Aiko Tsuyoshi als Androiden, der ihn heimlich verfolgte. Am 15. September 2524 tötete Arthur Crow mit einem Raketenwerfer Miki Takeo, Kenzo Yakamura und Hana Kusakabe. Aiko Tsuyoshi reparierte danach Miki Takeo ohne dessen Wissen und erweckte ihn neu zum Leben. Heimlich folgte er dem Androiden dann weiter nach Waashton, wo er ihn erneut nach einem Angriff reiinitierte. Diesmal gab er sich zu erkennen. Miki, erschüttert von der Tragik seines Sohnes, „nur“ noch ein Roboter zu sein, versprach, ihm jede persönliche Erinnerung des Menschen Aiko zu löschen, um ihm einen Neuanfang zu ermöglichen. Dieses Versprechen erfüllte er im Sommer 2525 nach der erfolgreichen Verteidigung Waashtons gegen einen Angriff durch Arthur Crow. (MX 231) Seitdem nannte er Aiko Shiro. (MX 242)

Danach half er, die technischen Schäden an Fahrzeugen und anderen Geräten zu reparien. Mit einem Großraumgleiter wollte man den Rev'rends zu Hilfe eilen, als diese die U-Men-Fabrik in den Appalachen angriffen. Doch beim Anflug wurde die Maschine von einer Art EMP getroffen, der durch den Schuss des Flächenräumers ausgelöst worden war und stürzte ab. Auch Mikis Systeme fielen aus. Der Absturz verlief jedoch für alle Beteiligten glimpflich und auch Miki war bereits eine Stunde später wieder betriebsbereit. Der gerade reparierte Großraumgleiter war jedoch schwer beschädigt. (MX 242)

Er half, den Blob aus der Zukunft zu vernichten und blieb zum Schutz der Stadt an der Seite von Mr. Black.

...

Beim Angriff der Waashtoner Gleiterflotte auf Kroow im Oktober 2526 war Miki Takeo neben Captain Percival Roots der einzige Überlebende. Beide wurden aber schwer verletzt. Während Kroow in Waashton die Kontrolle übernommen hatte, kamen die beiden bei einem Freund Roots, Walter Buckfield, auf dessen Ranch unter. Über einen Arbeiter Buckfields, Joseph Rainmaker, wurde ein Kontakt zu den Running Men in Waashton hergestellt. Von Mr. Black erhielten Roots und Miki Takeo den Auftrag, aus den Überresten der Gleiterstaffel einen flugfähigen Gleiter zusammenzubauen, und bei Shiro in Amarillo Hilfe zu holen. Am 15. Dezember 2526 flogen die beiden mit dem Gleiter PHOENIX nach Amarillo. (MX 293)

...

Kampf gegen den Streiter

Im November 2527 reiste Miki Takeo mit Matt, Xij und den beiden Hydriten Gilam'esh und Quart'ol zum Flächenräumer, um den fehlenden Koordinator zu ersetzen. Dort wurde Mikis neuronales Netz von den beiden Hydriten an die Steuerung des Flächenräumers angeschlossen. Seitdem war er bis auf kurze Augenblicke mit der Anlage verbunden. Xij bat Miki um Hilfe, Matts Kommlink anzupeilen. Gemeinsam eilten sie Matt zu Hilfe und stellten seinen Entführer Ur'gon. Dieser konnte ihnen allerdings entwischen. (MX 309) Wieder zurück im Flächenräumer warf er den thermophilen, um sich schlagenden Grao'sil'aana in den Schnee und half bei der Verteidigung gegen Barschbeißer und weitere Kreaturen. (MX 312) Miki nahm Kontakt zur Mondstation auf und erfuhr, dass die dortige Besatzung dem Streiter schutzlos ausgesetzt war. (MX 314) Bei der Flucht aus dem Flächenräumer durch eine Zeitblase wurde Miki abgestoßen. (MX 315)

...

Reise nach Amraka

Miki Takeo (rechts) und Brina (links) helfen in Sub'Sisco einer Mendritin.
Cover MX 463
© Bastei-Verlag

Nach dem erfolgreichen Abschuss des Streiters begleitete er Matt und Xij Hamlet nach Amraka.

...

Welt ohne Hoffnung

2548 stand die Erde angesichts des bevorstehenden Einschlags des Mondes vor dem Untergang. Miki Takeo leitete in Sub'Sisco die Schlacht gegen die Lavadrachen (MX 495, MX 496).

Seltsame Phänomene

In Folge des Projektes Mondsprung haben sich auf der Erde unbeabsichtigt Teile aus anderen Welten manifestiert. Nach einem Hilferuf Quart'ols erschien Miki mit einem Gleiter über der Barriere von Lancaster und erblickte die an Bord eines Luftschiffs gefesselten Drax und Aruula. Er griff es daraufhin an und konnte gemeinsam mit einem Helfer aus Lancaster die beiden Entführten befreien (MX 500).