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Mikail Sacharov

Aus Maddraxikon
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Mikail Sacharov war Psychotherapeut und Chronist in Prypjat. (MX 296)

Anmerkung: Der Nachname ist eine vom Autor beabsichtigte Anspielung auf den russischen Physiker, Dissidenten und Friedens-Nobelpreisträger Andrei Dmitrijewitsch Sacharow (Andréj Dmítrievič Sácharov). [1]

Beschreibung

Er war ungefähr 60 Jahre alt. Zu Beginn seiner Tätigkeit in Prypjat war er gesund, litt aber nach dem Kometeneinschlag an der Strahlenkrankheit. Der allmähliche körperliche Verfall und die Belastung durch seine therapeutische Arbeit waren in seinem Tagebuch deutlich zu erkennen. (MX 296)

Geschichte

Mikail Sacharov war seit 2011 in Prypjat eingesetzt. Er betreute die Arbeiter, die den zweiten Schutzmantel um den havarierten Reaktorblock 4 des stillgelegten Atomkraftwerks Tschernobyl errichteten.

In seinem audiovisuellen Tagebuch, das er mehrere Monate lang führte, berichtete er von der Belastung, der die Arbeiter und er selbst ausgesetzt waren. Um den zweiten Schutzmantel noch vor dem drohenden Impakt fertigzustellen, wurden die Arbeiten beschleunigt. Im Tagebucheintrag vom 7. Februar 2012 sprach er den Namen der Stadt Prypjat aus Übermüdung undeutlich aus, so dass er nach Prypt klang. Als bei dem Impakt beide Schutzmäntel um den havarierten Reaktorblock beschädigt wurden, stieg die radioaktive Strahlung stark an, so dass 4 Wochen später er selbst und andere Bewohner Symptome radioaktiver Verstrahlung zeigten. Er erzählte auch von dem Hilfselektriker Andrej Djatlow, der mit einigen Kollegen nach Kiew aufgebrochen war, um Hilfe zu holen.

Im Verlauf der Jahrhunderte erhielt dieses Tagebuch einen ehrenvollen und rituellen Platz in der Gemeinschaft der Prypten. Wenn der Rat der Liquidatoren die Reinigung anordnete, wurde Sacharovs Tagebuch in bearbeiteter Fassung als Worte des Chronisten abgespielt. (MX 296)

Quellen

  1. Post im Bastei-Forum, abgerufen am 12. September 2011