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Jon Vanderboer

Aus Maddraxikon
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Jon Vanderboer war bis zur Kometenkatastrophe Chirurg im Charlemagne Hospital in Brüssel, Arbeitskollege von Prof. Dr. Guy Valvekens. (MX 015)

Beschreibung

Er war mit Guy Valvekens befreundet und galt wie dieser als überheblich. Beide spielten gerne Schach, oft auch miteinander. Er hatte keine Familie, weswegen er von Guy Valvekens ausgewählt wurde, sich kurz vor der Kometenkatastrophe mit anderen Ärzten und ihrem Arbeitsmaterial im Krankenhaus zu verbarrikadieren. (MX 015)

Geschichte

Am 10. Februar 2012, also zwei Tage nach dem Einschlag von Christopher-Floyd, flüchtete er mit anderen Ärzten, Pflegern, Schwestern und weiteren Begleitern aus dem Charlemagne Hospital vor Plünderern ins Atomium in Brüssel. Dort verbarrikadierten sie sich, brachten die Präparate, die sie aus dem virologischen und toxikologischen Labor des Krankenhauses mitgenommen hatten, in einer der Kugeln unter und stellten nach und nach geeignete Lagerbedingungen her. Bei diesen Präparaten handelte es sich um jene, die Guy Valvekens noch vor dem unmittelbar bevorstehenden Kometeneinschlag für die Herstellung von Impfstoffen und Medikamenten aussortiert hatte. Jon Vanderboer übernahm das Kommando über die kleine Gruppe.

Während die Stadt von die Auswirkungen der Kometenkatastrophe zerstört wurde, richteten er und seine Kollegen sich im Atomium ein. Im Laufe der Wochen veränderte sich seine Haltung. Für ihn rückte ihre eigene Sicherheit in den Vordergrund, erst danach kam die medizinische Versorgung der Menschen außerhalb der Kugeln.

Die Spannungen und Auseinandersetzungen in der Kollegenschaft wurden durch seine aggressivere Haltung immer schärfer. Anders als seine Kollegen glaubte und hoffte er nicht mehr, dass ihre missliche Lage nur vorübergehend sei und eines Tages wieder die gewohnten normalen Zustände herrschen würden. Um unter den veränderten Umständen überleben zu können, müsse man sich anpassen.

Er führte ein, dass medizinische Hilfe nur gegen Bezahlung in Form von Lebensmitteln, Brennstoff und anderen Dingen des täglichen Lebens zu leisten sei. Männliche Kollegen, die eine andere Meinung vertraten als er, fand man später tot auf. Weibliche Kollegen zwang er, schwanger zu werden und Kinder zu gebären. Eine von ihnen, die Psychologin Danielle Mayar, die seine Gefährlichkeit erkannt hatte und ihn kritisierte, isolierte er und setzte sie unter Psychopharmaka, um sie gefügig zu machen. Den Kollegen gegenüber behauptete er, sie sei wahnsinnig geworden.

Die degenerierende Wirkung der CF-Strahlung machte auch vor den Ärzten im Atomium nicht halt. Sie konnten Wörter nicht mehr richtig aussprechen oder Buchstaben von einander unterscheiden. Die Frauen sollten während ihrer Schwangenschaften Kopien eines Medzinlexikoon erstellen, aus dem Jon Vandeboer der Gruppe jeden Abend vorlas. Damit dieses Wissen um die Medzin nicht verlorenging, sollten die Mütter ihrerseits den Kindern aus den Kopien vorlesen, und die Assistjes sollten Lesen und Schreiben lernen.

Jon Vandeboer hatte aus Machtstreben schon vor längerer Zeit den Kontakt zu Menschen außerhalb des Atonum verboten. Patienten behandelte er nur noch, wenn sie betäubt waren, so dass sie nicht deutlich wahrnehmen konnten, wer sie behandelte. Auf diese Weise wollte er die Erhaltun de Aura des Gehejmisvolln erreichen.

Jon Vanderboer starb im März 2053. Im Laufe der folgenden Jahrhunderte wurden aus den wenigen Ärzten, Pflegern, Schwestern und weiterem Personal im Atomium die Heiler von Bryssels in den Himmelskugeln. (MX 015)